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Frühjahrsputz im städtischen Weinberg

Elmar Sommer, Gert Wendsche, Giuseppe Cammaroto, Sabine Flierl und Albrecht Breyer (von links) treffen sich einmal im Jahr beim Frühjahrsschnitt der Reben im St. Ingberter Weinberg. Foto: Jung
Elmar Sommer, Gert Wendsche, Giuseppe Cammaroto, Sabine Flierl und Albrecht Breyer (von links) treffen sich einmal im Jahr beim Frühjahrsschnitt der Reben im St. Ingberter Weinberg. Foto: Jung FOTO: Jung
St Ingbert. Cornelia Jung

. Sie hatten das Schneiden wieder nötig, die Weinreben sowohl am städtischen Weinberg als auch am Weinhang von Giuseppe Cammaroto unterhalb seines Restaurants "Postillione". "Das ist die Frühjahrsbestellung, die man machen muss", so Radebeuls Oberbürgermeister Gert Wendsche, der mit seiner Frau Sabine Flierl jedes Jahr zum "Erziehungsschnitt" nach St. Ingbert kommt. Am Freitag streifen die beiden mit städtischen Mitarbeitern durch den Berg und verpassen den knapp 200 Rebstöcken der Marke "Muscat bleu" ihren Frühjahrsschnitt. Obwohl Wendsches Frau die Önologin, also die Wein-Fachfrau, ist, kennt er sich ebenso gut aus und erzählt, dass die Ruten noch nicht voller Wasser gesogen sind und sich deshalb gut schneiden sowie in Flachbögen ans Spalier binden lassen. "Sie sind also noch nicht voll turgeszent", so Albrecht Breyer von der Stadtgärtnerei, der sich in dem Zusammenhang an eine Prüfungsfrage erinnert. Den Schnitt der Reben vergleicht der OB von St. Ingberts Partnerstadt mit der Kindererziehung: "Es geht nicht nach dem Motto ,fass mich nicht an und streichle mich bloß', sondern da muss man richtig anfassen, aber auch mal spielen lassen." In einer "affenartigen Geschwindigkeit", wie Flierl sagte, war die Arbeit innerhalb einer Stunde getan. Und dann gibt es hoffentlich auch einen Jahrgang 2015. Denn der 2014er fiel buchstäblich ins Wasser.