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Handball
Frischer Wind in St. Ingbert

Christoph Luck (Archivbild) ist nun St. Ingberts neuer Trainer in der Handball-Saarlandliga. Bis dato trainierte er die A-Jugend der St. Ingberter.
Christoph Luck (Archivbild) ist nun St. Ingberts neuer Trainer in der Handball-Saarlandliga. Bis dato trainierte er die A-Jugend der St. Ingberter. FOTO: Horst Klos, Friedrich-Ebert-Str / Horst Klos (Klosfoto)
Niederwürzbach/St. Ingbert. Christoph Luck übernimmt die SGH in der Handball-Saarlandliga. Trennung von Kordowiecki lief einvernehmlich. Von Mirko Reuther

Der TV Niederwürzbach und die SGH St. Ingbert sind nach drei Wochen Spielpause wieder in der Handball-Saarlandliga gefordert. Der Tabellenzweite Niederwürzbach gastiert am Sonntag um 17.30 Uhr beim HC Dillingen/Diefflen. Der Zehnte St. Ingbert empfängt am Samstag um 19 Uhr Oberliga-Absteiger HSV Merzig/Hilbringen. Das Spiel der St. Ingberter findet in der Eisenberghalle in Hassel statt. Weil die Ingobertushalle an den kommenden Wochenenden anderweitig belegt ist, müssen die SGH-Handballer für die nächsten drei Heimspiele nach Hassel ausweichen.


Die Anhänger des Vereins müssen sich aber nicht nur an eine andere Halle, sondern auch an einen neuen Übungsleiter gewöhnen. Der bisherige A-Jugendtrainer Christoph Luck hat die Mannschaft übernommen, nachdem sich der Verein und Ex-Trainer Marek Kordowiecki einvernehmlich getrennt haben. „Marek hat gute Arbeit geleistet und wird bei uns immer herzlich willkommen sein – aber es hat zwischen ihm und der Mannschaft zuletzt nicht mehr richtig gepasst“, sagt St. Ingberts Teammanager Karsten Müller. Ein Reibungspunkt war das Spielsystem. Kordowiecki setzte auf eine offensive Abwehrformation. Doch durch mehrere überraschende Abgänge zum Saisonstart verlor die SGH Schlüsselspieler, auf die das System zugeschnitten war. Kordowiecki hielt an seiner Spielidee fest – offenbar gegen den Willen der Mannschaft. „Am Ende waren beide Seiten ein wenig frustriert“, sagt Müller.

Christoph Luck steht nun vor der Aufgabe, die Defensive der Mannschaft zu stärken. St. Ingbert hat im Saisonverlauf zwar mehr Tore erzielt (295) als Spitzenreiter HWE Homburg. Dafür aber auch mehr Treffer kassiert (303) als das Schlusslicht VTZ Saarpfalz II. Im Schnitt muss die SGH pro Spiel mehr als 30 Gegentore hinnehmen. Viel zu viel für eine Mannschaft, die als Saisonziel das obere Tabellendrittel ins Visier genommen hat. „Mit dem zehnten Platz sind wir nicht zufrieden. Wir haben damit gerechnet, zu diesem Zeitpunkt vier oder fünf Punkte mehr auf dem Konto zu haben“, sagt Müller. Schon in den nächsten Tagen will der Verein den neuen Trainer für die kommende Saison präsentieren. Denn Luck wird die Mannschaft nur bis zum Saisonende betreuen. Gegen den Oberliga-Absteiger Merzig-Hilbringen hoffen die St. Ingberter auf einen Erfolg. „Zu Hause können wir jeden schlagen. Das hat unser Sieg im Derby gegen Niederwürzbach gezeigt“, sagt Müller.



Die angesprochene Niederlage gegen St. Ingbert im Oktober hat Niederwürzbach gut verdaut. Der TVN hat seitdem alle seine Spiele gewonnen und ist als Tabellenzweiter nun ärgster Verfolger von Spitzenreiter HWE Homburg. Mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim HC Dillingen/Diefflen am Sonntag könnte Niederwürzbach bis auf zwei Punkte an Homburg heranrücken. Allerdings hat der TVN in der Dieffler Sporthalle seit seinem Aufstieg in die Saarlandliga noch nie gewinnen können.