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Pflegestift
Freude trotz eines anstrengenden Berufs

Besuch im Awo-Pflegestift Fidelishaus in St. Ingbert (hinten von links): Christine Weber, Pascal Rambaud, Petra Wagner und Jennifer Sauer.
Besuch im Awo-Pflegestift Fidelishaus in St. Ingbert (hinten von links): Christine Weber, Pascal Rambaud, Petra Wagner und Jennifer Sauer. FOTO: Christa Strobel
St. Ingbert. Bürgermeister Pascal Rambaud verfolgte einen Tag lang die Arbeit im Awo-Pflegestift Fidelishaus. red

(red) Einen Tag lang hat Bürgermeister Pascal Rambaud die Pflegekräfte im Seniorenheim des Fidelisstiftes begleitet, um die Arbeit in einem Pflegeheim, die Bewohner und die Tätigkeit der Pflegekräfte kennenzulernen. Der Kontakt zwischen dem Bürgermeister und dem Einrichtungsleiter des Pflegestifts, Sascha Schmitt, kam anlässlich des Besuchs des Kapuzinerprovinzials in der früheren Wirkungsstätte der Kapuziner zustande. Pascal Rambaud wollte „ein Zeichen setzen für diesen anstrengenden Beruf, der aber auch Freude bringt, weil die Bewohner dankbar sind.“ Einrichtungsleiter Sascha Schmitt und Pflegedienstleitung Petra Wagner freuten sich über den Besuch und die Mitarbeit des Bürgermeisters: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unser Angebot für die Bewohner und unsere Präsenz im Südviertel immer wieder ins Gedächtnis der Menschen zu rufen.“


Zu Beginn des Besuchs stellte Direktor Torsten Schmittberger die Organisationsstruktur der Awo vor: Mehr als 5600 Beschäftigte arbeiten in den Bereichen stationäre Altenhilfe, Inklusion und Jugendhilfe. Daneben sind zahlreiche Ortsvereine mit Freiwilligen aktiv, darunter auch hier in St. Ingbert. Anpacken musste Rambaud dann auch: Unter den Augen von Praxisanleiterin Jennifer Sauer und Pflegedienstleiterin Petra Wagner wurden Betten gemacht, Patienten mobilisiert und das Essen ausgeteilt beziehungsweise auch angereicht. Miterleben konnte Rambaud außerdem die Arbeit im Bereich der sozialen Betreuung um Frau Christine Weber, die täglich ein abwechslungsreiches Programm für die Bewohner, bestehend aus Musizieren, Mobilisieren oder Gedächtnistraining gestalten.

Insgesamt 76 Menschen leben im Fidelisstift, wo sie von rund 60 Angestellten betreut werden. Neun junge Menschen werden derzeit als Pflegekräfte und Hauswirtschaftskräfte ausgebildet. „Mich hat sehr beeindruckt, wie die Pflegekräfte einerseits sehr professionell und kompetent ihre Aufgaben angepackt haben, andererseits aber immer ausgesprochen freundlich und zuvorkommend mit den Bewohnern umgegangen sind. Das ist die eigentliche Herausforderung dieses Berufes, und dafür bewundere ich die Pflegekräfte“, stellt der Bürgermeister in seinem Fazit am Ende der Schicht heraus.

Einrichtungsleiter Schmitt machte aber auch keinen Hehl daraus, dass man stets auf der Suche nach neuen Auszubildenden und Pflegekräften sei. „Wir bieten einen abwechslungsreichen Beruf, Arbeitsplatzsicherheit, Teamwork und ein professionelles Umfeld.“