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Freiluftbühne im Biergarten

Lauschige Atmosphäre herrscht bei den Biergarten-Konzerten in der „Luschd“. Foto: Jörg Martin
Lauschige Atmosphäre herrscht bei den Biergarten-Konzerten in der „Luschd“. Foto: Jörg Martin FOTO: Jörg Martin
St Ingbert. Im bis auf dem letzten Platz gefüllten Biergarten „Luschd“ spielte am vergangenen Donnerstag das Time Machine Band-Project. Dank des großartigen Wetters lockt die Open-Air-Musik-Reihe dieses Jahr besonders viele Menschen nach St. Ingbert in den Innenhof der Grünen Laterne. Von SZ-MitarbeiterJörg Martin

Donnerstagabend, 18.30 Uhr in der Innenstadt. Aus Richtung Pfarrgasse ist lautes Gemurmel zu hören. Es ist wieder "Luschd"-Zeit. Im Sommer finden dort bei freiem Eintritt donnerstags Open-Air-Konzerte heimischer Orchester und Gruppen statt. Doch die beginnen gewöhnlich erst um 19 Uhr. Dem Stimmengemurmel gefolgt. Im hinteren Teil des Innenhofs der ehemaligen Grüne Laterne wird das Geräusch lauter. Also die Treppe rauf und nachgesehen. Oben angekommen offenbart sich dem Besucher ein brechendvoller Biergarten, der nur dann geöffnet ist, wenn die kulturellen Leckerbissen stattfinden. Nur noch wenige Sitzplätze gibt es. Manche Leute stehen schon vor Beginn an der Seite an der Mauer. Andere haben die Hoffnung, die Gruppe Time Machine Band-Project auf einem Sitzplatz zu erleben, aufgegeben und zischen ihr Pils an einem Stehbistrotisch. Das war nicht immer so. In den vergangenen Jahren machte das Wetter dem Freilufttreiben in der "Luschd" meist einen großen Strich durch die Rechnung: Entweder wurde das Event bereits tagsüber abgesagt oder der Regen fing während der Veranstaltung an. Kein einfaches Unterfangen für Musiker, die außer zwei Sonnenschirmen keinerlei Schutz für ihre Instrumente und die Technik haben. "Wir machen das seit 1987 und sind nach Stationen am Maxplatz und dem Innenhof der Grünen Laterne im vierten Jahr wieder hier", erklärt Rainer Henrich. Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins St. Ingbert ist der Organisator des ganzen Spektakels. Die Idee kam damals zustande, als Henrich, früher Ortsvorsteher von St. Ingbert Mitte, Sänger und Musiker fragte, ob sie nicht bereit wären - für kleines Geld - aufzutreten.

Heute hat er bereits im Januar mehr Anfragen als Platz. 14 Konzerte gibt es meist. In dieser Saison musste erst einmal wetterbedingt abgesagt werden. Das sechste Konzert für 2013 war das vierte in der "Luschd" für Time Machine Band-Project. "Das erste Mal mit diesem gigantischen Wetter", freute sich Axel Schweizer. Er, Andrea Bettinger und Astrid Frantz singen an diesem Abend unter anderem Evergreens von Hildegard Knef und Glenn Miller. Und dann hat Rainer Henrich noch ein Anliegen: Er hofft auf Spenden, denn eine einzige Toilette bei einer Besucheranzahl im dreistelligen Bereich reicht nicht aus. Manche Bands sagen auch wegen der fehlenden Überdachung für die Musiker ab. "Ich bin jedes Jahr hier", sagt Albert Lang aus Neuweiler. "So was müsste es den ganzen Sommer über geben", hofft Peter Schneider aus Blieskastel.



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Auf einen BlickWeitere Termine: Akkordeon-Ensemble Niederwürzbach (25. Juli), August: Zupforchester und Ostertaler Alphornbläser (1.), Musikverein Rentrisch (8.), Laabtaler Musikanten (15., bereits um 17 Uhr), Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn und Becker-Chor (22.), Hermann's Big Band und Jagdhornbläser (29.), September: Bergkapelle (5.) und 3-6-5 Band (12.). jma