Kinowerkstatt St. Ingbert Frauenpower in der Kinowerkstatt

Homburg/St. Ingbert · Ab Freitag läuft in St. Ingbert der Film „Jahrhundertfrauen“ von Regisseur Mike Mills. Doku über Joseph Beuys.

 Szene aus „Jahrhundertfrauen“: Dorothea (Mitte) holt sich in Sachen Erziehung Hilfe bei Julie (links) und Abbie. Jamie (rechts) und William sind außen vor.

Szene aus „Jahrhundertfrauen“: Dorothea (Mitte) holt sich in Sachen Erziehung Hilfe bei Julie (links) und Abbie. Jamie (rechts) und William sind außen vor.

Foto: Mars Films

Ein vergnüglich-verspielter neuer Streich des amerikanischen Independent-Filmers Mike Mills ist „Jahrhundertfrauen“ (20th Century Women, USA 2016) mit Annette Bening, Greta Gerwig, Elle Fanning, Lucas Jade Zumann, Billy Crudup. (Filmlänge: 118 Minuten) - am Freietag, 7. Juli, am Samstag, 8. Juli, und am Montag, 10. Juli, jeweils um 20 Uhr zu sehen in der Kinowerkstatt in St. Ingbert.

„Jahrhundertfrauen“ ist ein großer Schauspielerfilm, ein traumhaftes Ensemble-Spiel um Annette Bening, Greta Gerwig und Elle Fanning, die die drei Frauen-Generationen des 20. Jahrhunderts darstellen. Ein vergnüglich-verspielter neuer Streich des amerikanischen Independent-Filmers Mike Mills, dem mit „Thumbsucker“ einst ein cleveres Kinodebüt gelang. Annette Bening gibt großartig wie gewohnt die alleinstehende Mama mit Erziehungssorgen. Den fehlenden Vater-Ersatz sollen fortan zwei Freundinnen bieten. Nach anfänglichem Widerstand findet der sensible Teenager die geballte Frauen-Power gar nicht so übel. Neben der gekonnt erzählten Coming-of-Age-Geschichte – das Drehbuch war auch für den Oscar nominiert – „wird ein zauberhaftes Zeitgeist-Kaleidoskop der späten 70er-Jahre geboten samt pfiffiger Dialoge. „Originelles Indie-Kino für Herz und Kopf!“ urteilt Filmkritiker Dieter Oßwald. Starke, unvergessliche Frauenfiguren, mit Liebe und schlauem Witz gezeichnet und wunderbar gespielt.
Die Geschichte von Chet Baker erzählt Regisseur Robert Budreau in seinem „Born to be blue“ (Canada, Uk 2015) mit Ethan Hawke, Carmen Ejogo, Callum Keith Rennie u. a. – zu sehen am Sonntag, den 9. Juli, um 20 Uhr. Als Zugabe ist der prämierte Kurzfilm „Chet‘s Romance“ (Frankreich 1988, 9:18 Minuten) Regie: Bertrand Fèvre, mit Chet Baker zu sehen. In den 50ern ist Chet Baker einer der gefragtesten Musiker der Jazz-Szene. Chet Baker (1929-1988) war einer der wenigen Jazzmusiker, die man sofort am ersten Ton erkannte. Sein Spiel mit der Trompete und dem Flügelhorn war geprägt von einem weichen, lyrischen, ruhigen und depressiven Ton, der die Zuhörer sofort in seinen Bann schlug.
Der Film „Beuys“ (Regie: Andres Veiel, Deutschland 2017, 107 Minuten) läuftpassend zur Dokumenta weiter in der Kinowerkstatt, am Sonntag, 9. Juli, um 18 Uhr.

Unvergessen ist sein Beitrag zur dokumenta 7 im Jahre 1983 „7000 Eichen für Kassel“, ausführlich zu sehen in der Doku über Beuys. „So viele Fragen bleiben. Nach Andres Veiels Beuys-Doku möchte man sich sofort eine Beuys-Biografie greifen, in eine Beuys-Ausstellung gehen, auf Youtube nach Material suchen, nach Bildern und Artikeln. Das ist ein Kompliment an den Film. Denn dass er in 107 Minuten nicht den ganzen Beuys zeigen konnte, ist klar. Aber er fixt einen an.“ (Anja Seeliger auf perlentaucher.de)

 Szene aus „Born to be blue“: Der fragile Musiker Chet und die sympathische Jane: Ethan Hawke und Carmen Ejogo.

Szene aus „Born to be blue“: Der fragile Musiker Chet und die sympathische Jane: Ethan Hawke und Carmen Ejogo.

Foto: Alamode

www.kinowerkstatt.de

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