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Buchvorstellung
Förster Bodo erobert mit Mops Rüdiger den Wald

Förster Bodo Marschall präsentiert sein neues Buch genau dort, wo seine Geschichten spielen: mitten im wilden Wald.
Förster Bodo Marschall präsentiert sein neues Buch genau dort, wo seine Geschichten spielen: mitten im wilden Wald. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Eine neue Geschichte aus der Feder des St. Ingberter Försters Bodo Marschall ist im Februar beim Conte Verlag erschienen.

Förster, Waldpädagoge, Pantomime, Märchenerzähler und Autor, all das vereint in einer Person ist Bodo Marschall. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Jüngsten unter uns die Natur nahezubringen. Ein Verständnis für den heimischen Wald bis hin zur globalen Umwelt zu wecken sei seine Berufung, wie er selbst sagt. „Die Kinder sollen den Wald erleben.“ Als Waldpädagoge und Märchenerzähler packt er den Rucksack und führt sie nach draußen. Vor Ort lernen und experimentieren lautet die Devise. Aber auch in Kindergärten, Schulen und auf Lesereise ist der Förster anzutreffen.


Das Wissen über den Wald verpackt Marschall dabei in kindgerechte Geschichten, in denen jedes wichtige Thema subtil angesprochen wird. Komplexe Zusammenhänge einfach verständlich darzustellen, das ist die Kunst, die er dabei wie kein anderer beherrscht. „Mit dem Wald die Welt erklären“, lautet seine Philosophie, und dabei hat er seinen ganz eigenen Stil entwickelt. Marschall liest nicht einfach nur vor. Er spielt Theater und begeistert damit Groß und Klein.

In den vergangenen 30 Jahren hat er bei verschiedenen Verlage veröffentlicht, darunter auch Klett und Herder. Selbst einen eigenen Verlag leitete er zeitweise. Sein neuestes Buch „Mops Rüdiger und der wilde Wald“ erschien im Conte Verlag aus Oberwürzbach. Dabei ließ sich Verleger Stefan Wirtz auf ein Experiment ein: Bisher gab es in Marschalls Büchern immer eine erzählende und eine erklärende Buchhälfte. Nach der eigentlichen Geschichte wurden die fachlichen Themen noch einmal in Bild und Wort zusammengefasst. Alles andere als trockene Biologie.



Im aktuellen Werk sieht es anders aus. Alle Stränge sind von Beginn an miteinander verwoben. Erzählt wird auf mehreren Ebenen und die Geschichte entspringt zu einem gewissen Teil sogar der Realität. Während Marschall und Wirtz zusammensaßen und über die Umsetzung des Konzepts beratschlagten, kam Mops Rüdiger ins Büro. Er brachte die beiden Männer auf eine Idee. Genau wie es nun Marschalls Buch der Fall ist.

Förster Bodo soll in der Geschichte auf den Mops aufpassen. Und das, obwohl er ideenlos im Büro sitzt und eigentlich schreiben sollte. Womit er nicht gerechnet hat, ist, dass die Streiche des frechen Hundes Rüdiger ihm genau das vermitteln, was er braucht: Ideen für neue Texte. So inspiriert verfasst Bodo Geschichten und trägt sie dem Mops vor. Vor dem Kamin erzählt er ihm von musikalischen Spaßbremsen, sonderbaren Einhörnern, quirligen Schnecken und verliebten Mistkäfern. Der schlaue Hund ist jedoch skeptisch. So etwas soll es tatsächlich da draußen geben? Gemeinsam ziehen Förster Bodo und Mops Rüdiger los in den Wald und durchqueren eine Wunderwelt, von der sie schnell feststellen, dass keine Geschichte so verrückt sein kann, wie das, was da draußen im wilden Wald tatsächlich passiert.

Erschienen ist das Buch Anfang Februar und Marschall wird damit schon bald in den Schulen und Kindergärten unterwegs sein. So zum Beispiel am 20. März im Mandelbachtal. „Das Buch soll hinaus in die Welt“, sagt er. Mit der Illustratorin Maryse Forget hat der Conte Verlag für die passende Untermalung gesorgt. Der farbenfrohe Aquarell-Stil zeigt jede Menge liebevolle Details, sodass es bei jedem Lesen Neues zu entdecken gibt.

Das Buch „Mops Rüdiger und der wilde Wald“ erschien beim Conte Verlag unter der ISBN 978-3-95602-111-4. Das Hardcover hat 47 Seiten, ist farbig illustriert und kostet 15 Euro. Es ist bestens geeignet als Lese- und Vorlesebuch für Kinder von vier bis acht Jahren.