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Flammender Einsatz für neue Schulsäle im Gymnasium

Bei der Bio-Chemie-Benefizshow zugunsten der neuen Fachräume wurde es nicht nur laut, sondern auch richtig heiß. Foto: Jung
Bei der Bio-Chemie-Benefizshow zugunsten der neuen Fachräume wurde es nicht nur laut, sondern auch richtig heiß. Foto: Jung FOTO: Jung
St Ingbert. Seit Oktober 2014 werden im Albertus-Magnus-Gymnasium die Räume für den Biologie- und Chemieunterricht umgebaut. Dafür muss die Schule einen Eigenanteil leisten. Dieser wird auch mit diversen Spendenaktionen erbracht. Cornelia Jung

. Man nehme kreative Schüler und Lehrer , lasse sie singen und vor Publikum experimentieren und im Nu sind die neuen Räume für Biologie und Chemie durch eine Benefizveranstaltung, wie sie am Freitag im Albertus-Magnus-Gymnasium stattfand, finanziert. Ganz so einfach ist es nicht, den für das im Aufbau befindliche Bio-Chemie-Carré benötigten finanziellen Eigenanteil der Schule in Höhe von 10 000 Euro zu erwirtschaften, aber durch eine Menge Ideen wurde und wird die Spendenbereitschaft von Eltern und Freunden des AMG zusätzlich aktiviert. Bereits vor einiger Zeit wurde zur Spenden-Aktion mit einem "PSE am AMG" aufgerufen, die bis jetzt knapp 2500 Euro einbrachte und bei der sich die Spender in einem speziellen Periodensystem der "Projektspendenden Elemente" mit ihrem jeweiligen Kürzel wiederfanden.

Jens Ammer, Chemielehrer am AMG und im Spendenperiodensystem selbst unter "Ja" geführt, hat schon aus beruflichen Gründen ein Interesse daran, für Schüler und Lehrer Räumlichkeiten zu haben, die Lehre und Experimente auf dem neusten Stand der Technik zulassen. Und so wurden seit Oktober des vergangenen Jahres die Hörsäle und Übungsräume für Chemie und Biologie entkernt und während der Umbauarbeiten, die bis zum Beginn des nächstren Schuljahres dauern, eine Staubschutzplane vorgehängt, die den Schmutz vom Schulhaus fern hält, aber auch kaum Einblicke zulässt. Damit sich Lehrer , Schüler und deren Eltern vorstellen können, wie die Unterrichtsräume später aussehen und wissen, wofür sie eigentlich ihr Geld geben, hatten vier Schüler auf dem Mint-Campus der Alten Schmelz ein filmisches 3-D-Modell der neuen Räume erstellt. Das machte bereits am Freitag Lust darauf, diese im Herbst im Original zu sehen. "Mal sehen, ob dort die Chemie stimmt", so die Schulleiterin Heike Scholz bei der Veranstaltung, "Regen im Physik-Saal war nur bedingt schön." Da braucht sie sich wohl angesichts des gezeigten Modells und der Lust der Schüler am Experimentieren keine großen Gedanken machen.

Vor der Präsentation "verabschiedeten" die Fachlehrer Jens Ammer, Markus Bill und einige Schüler musikalisch die alten Räume, denen sie nicht wirklich Tränen nachweinten.

Ein Spaß im Dienste einer guten Sache war die Bio-Chemie-Show, bei der die unterhaltsame Seite beider Fächer gezeigt wurde, mit Feuer, Funken, sprechenden Gummibärchen, brennender Schokolade, künstlichem Blut, einer implodierenden Limo-Dose und vielem mehr. Nachdem Jens Ammer das Abfackeln mit Wasserstoff gefüllter Luftballons mit den Worten "das verbrennt doch ein bisschen langweilig" kommentierte, wurden mit großen Wasserstoffflaschen größere Geschütze aufgefahren. Das Publikum war mucksmäuschenstill, ihm blieb während des Experimentes der Mund offen stehen, "zwecks des Druckausgleichs", am Ende war der Applaus gewiss. Mehr als zwei Stunden wurde gezeigt, wie viel Spaß Wissenschaft macht. Und dass sie nicht langweilig sein muss.