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Kinowerkstatt
Filmabende mit französischem Charme

Eine Szene aus dem Film „Madame“: Hausmädchen Maria (Rossy de Palma) arbeitet seit vielen Jahren für Anne Fredericks (Toni Collette).
Eine Szene aus dem Film „Madame“: Hausmädchen Maria (Rossy de Palma) arbeitet seit vielen Jahren für Anne Fredericks (Toni Collette). FOTO: Verleih
St. Ingbert. Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt in den kommenden Tagen die Gesellschaftskomödie „Madame“ und vieles mehr. red

„Madame“ (Frankreich 2017) von Regisseurin Amanda Sthers ist eine französische Gesellschaftskomödie, hochkarätig besetzt mit Toni Collette, Rossy de Palma und Harvey Keitel. Ein Hausmädchen wird aus Versehen mit einem britischen Aristokraten verkuppelt, zu sehen in der Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, 27. April, am Samstag, 28. April, und am Montag, 30. April, jeweils um 20 Uhr.


Das reiche amerikanische Ehepaar Bob (gespielt von Harvey Keitel) und Anne (Toni Collette) wohnt seit einiger Zeit in Paris und gehört dort zur Oberschicht der Gesellschaft. Im prunkvollen Ambiente ihrer Wohnung laden sie regelmäßig zum Dinner. Doch als Bobs Sohn aus erster Ehe, der Autor Steven (Tom Hughes), kurzfristig seinen Besuch anmeldet, sitzen 13 Gäste am Tisch – eine Unglückszahl wie die abergläubische Anne befürchtet. Kurz entschlossen bittet sie ihr spanisches Hausmädchen Maria (Rossy de Palma), die Uniform abzulegen und sich als High-Society-Dame auszugeben.

Am Tisch der Reichen und Schönen macht Maria eine unerwartete Bekanntschaft. Neben ihr sitzt der britische Aristokrat David (Michael Smiley), mit dem sich Maria gut unterhält, sie verlieben sich. Um sich weiterhin mit David zu treffen, muss Maria die Fassade wahren. Als jedoch Anne darauf aufmerksam wird, wie das junge Glück blüht, wird sie neidisch auf die Beziehung. Denn das eigene Liebesglück mit Ehemann Bob ist schon vor einiger Zeit eingeschlafen. Stück für Stück beginnt die Fassade zu brechen, als Anne versucht, die junge Liebe zwischen Maria und David zu sabotieren.



Nur eine Gesellschaftskomödie um ein reiches Paar und sein Hausmädchen? Der französische Film „Madame“ macht die Arroganz der Oberschicht sehr witzig zur klassenpolitischen Frage.

Am kommenden Samstag, 28. April, um 22 Uhr und am Montag, 30. April, um 18 Uhr, läuft in der Kinowerkstatt nochmals der Film „Wildes Herz“ von Charly Hübner. Hübner ist vor allem ein bekannter Schauspieler. Doch mit „Wildes Herz“ (Deutschland 2017) hat er sich als Dokumentarfilmer nicht nur der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ gewidmet, er geht auch dem Rechtsruck im Osten auf den Grund – und zeigt, wie wichtig Engagement ist.

Weiterhin ist in der Kinowerkstatt auch zu sehen ist „Die grüne Lüge“ – der Film von Werner Boote zum Buch von Kathrin Hartmann, vor zwei Wochen in „Fragen an den Autor“ zu hören, und zwar am Sonntag, 29. April, um 18 Uhr. Regisseur Werner Boote und Autorin Kathrin Hartmann decken jetzt in dem Dokumentarfilm die Umweltlügen von Unternehmen auf. Aber es geht nicht nur um Firmenchefs, denn die Politik ist verantwortlich: Statt strenge Vorgaben zu machen, verlässt sie sich auf freiwillige Versprechungen, die nicht einklagbar sind.

Die Kinowerkstatt erinnert zudem am Sonntag, 29. April, um 20 Uhr mit David Finchers Spielfilm „The Social Network“ (USA 2010) mit Jesse Eisenberg (als Mark Zuckerberg), Justin Timberlake, Andrew Garfield an die Anfänge von Facebook, jetzt in die unangenehmen Schlagzeilen geraten. Wer bisher glaubte, die Gründung von sozialen Netzwerken im Internet sei eine harmonische Angelegenheit gewesen, den wird „The Social Network“ eines Besseren belehren.

Nochmals in der Kinowerkstatt zu sehen: „The Social Network“ mit Jesse Eisenberg (links) und Joseph Mazzello.
Nochmals in der Kinowerkstatt zu sehen: „The Social Network“ mit Jesse Eisenberg (links) und Joseph Mazzello. FOTO: Sony