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Einbruchsgefahr
Feuerwehr St. Ingbert warnt vor dünnen Eisflächen

Michael Aubert
Feuerwehr St. Ingbert warnt vor dünnen Eisflächen FOTO:
St. Ingbert. Der Winter zeigt sich von seiner eisigen Seite, die Seen frieren allmählich zu. Doch das Betreten der Eisflächen ist lebensgefährlich, warnt die Feuerwehr.

(red) Obwohl die Temperaturen zurzeit eisig sind und die Seen und Weiher in der Region allmählich zufrieren, warnt die Feuerwehr St. Ingbert aktuell vor dem Betreten von Eisflächen. „Trotz der Minusgrade in den letzten Tagen sind viele Eisflächen zu dünn, um sie zu betreten. Es droht ein Einbruch“, so Florian Jung, Pressesprecher der Feuerwehr St. Ingbert. Bricht eine Person ein, erschlaffen die Muskeln innerhalb weniger Minuten und der Körper erlahmt, erklärt die Feuerwehr. Die eingebrochene Person könne sich dann nicht mehr an der Oberfläche halten und gehe unter. Die Feuerwehr St. Ingbert gibt folgende Tipps zum Verhalten im Unglücksfall:


Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, könne man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen, betont die Feuerwehr. Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel könne man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste könnten die Rettung erleichtern.
Gerettete Personen müssen in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken gehüllt und vorsichtig erwärmt werden. Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst warmen Tee reichen. Im Unglücksfall direkt den Notruf 112 wählen und auf sich aufmerksam machen.