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St. Ingbert
Feuerwehr wehrt sich gegen Vorwürfe nach Pkw-Brand

 Das ausgebrannte Golf Cabrio an der Landstraße zwischen Hassel und Niederwürzbach.
Das ausgebrannte Golf Cabrio an der Landstraße zwischen Hassel und Niederwürzbach. FOTO: Florian Jung
Hassel. Von Carlo Schmude

Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr wurde Polizei und Feuerehr ein brennendes Auto an der Landstraße 111 zwischen Hassel und Niederwürzbach in Höhe der Einmündung zum Reitsportzentrum Triebscheiderhof gemeldet. Ein seit mehreren Tagen dort abgestellter und unfallbeschädigter VW Golf Cabrio mit Saarbrücker Kennzeichen war, so vermutet die Polizei, durch einen unbekannten Täter in Brand gesteckt worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Ein Feuerwehrtrupp unter Atemschutz dämmte zuerst mit Wasser den Brand ein, um eine Ausbreitung des Brandes auf die Umwelt zu verhindern. Danach setzten die Feuerwehrleute eine Schaumpistole ein, um einem Wiederaufflammen des Brandes zuvor zu kommen. Die Feuerwehr war mit drei Einsatzfahrzeugen und 18 Feuerwehrleuten im Einsatz. Während der Löschmaßnahmen war die Landstraße gesperrt. Die Polizei war ebenfalls vor Ort.


Der Einsatz fand einen Widerhall in den sozialen Medien, der die Feuerwehr zu einem Dementi nötigte. Kurz nach Beginn der Löscharbeiten postete nach Angaben der Feuerwehr ein Nutzer unter einem Fantasienamen mehrere Videos in Facebook in der Gruppe „St. Ingberter“ – untertitelt mit dem Text: „Autobrand im Junkerswald. Feuerwehr bekommt Feuer nicht in den Griff. Ich bete für alle Insassen aller beteiligten Fahrzeuge des schweren Autounfalls.“ Und: „Am Junkerswald brennt ein Auto und die Feuerwehr bekommt es ned richtig unter Kontrolle. brennt immer wieder lichterloh.“

Feuerwehr-Sprecher Florian Jung wollte das nicht unkommentiert lassen: „Es handelte sich hierbei nicht um einen Verkehrsunfall und es befanden sich keine Personen in Gefahr oder in dem brennenden Fahrzeug. Diese Information wurde bei Alarm durch die Leitstelle mitgeteilt. Der Pkw stand mehrere Tage an dieser Stelle und brannte nun. Auch den Vorwurf, dass die Feuerwehr den Brand nicht in den Griff bekommen hat, können wir ausräumen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Fahrzeug im Vollbrand. Hier wäre nichts mehr zu retten gewesen. Aufgabe der Feuerwehr ist es daher primär, eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Dafür setzte die Feuerwehr Wasser ein. Danach folgte die Brandbekämpfung mit Schaum, um das Feuer zu ersticken. Ein Pkw-Brand stellt sich komplex dar. Es brennen verschiedene Materialien, wie Verbundstoffe, Leichtmetalle wie Aluminium, Betriebsmittel oder Gummi der Reifen. In Zwischenräumen können Flammen immer wieder auflodern, die dann nochmal erstickt werden müssen. Durch die hohen Temperaturen kommt es zu Rückzündungen. Folglich ist der Brand nicht innerhalb von fünf Minuten gelöscht und auch Nachlöscharbeiten benötigen ihre notwendige Zeit. Die Feuerwehr hatte diesen Brand unter Kontrolle. Ein Pkw-Brand ist ein Routine-Einsatz“, stellte Jung fest.



Auch der Polizeibericht zu dem Vorfall ist in der Sache eindeutig: „Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle und gelöscht,“ so die Polizei Homburg.

Hinweise auf den Brandstifter nimmt die Polizei Homburg unter Tel. (06841) 10 60 entgegen.