| 19:43 Uhr

St. Ingbert
„Wir alle können ein kleines Stück Frieden schaffen.“

Ministerpräsident Tobias Hans hielt gestern in der Alten Kirche die Fastenpredigt.
Ministerpräsident Tobias Hans hielt gestern in der Alten Kirche die Fastenpredigt. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Pfarrer Andreas Sturm war froh, vor einiger Zeit die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin für die Fastenpredigt in der Engelbertskirche gewonnen zu haben. Mit dem Wechsel ergriff ihr Nachfolger im Amt, Tobias Hans, die Gelegenheit, anlässlich des 100. Jahrestages zum Ende des Ersten Weltkrieges und zum 400. Jahrestages des Beginns des 30-jährigen Krieges zum Thema Frieden zu predigen.

Pfarrer Andreas Sturm war froh, vor einiger Zeit die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin für die Fastenpredigt in der Engelbertskirche gewonnen zu haben. Mit dem Wechsel ergriff ihr Nachfolger im Amt, Tobias Hans, die Gelegenheit, anlässlich des 100. Jahrestages zum Ende des Ersten Weltkrieges und zum 400. Jahrestages des Beginns des 30-jährigen Krieges, zum Thema Frieden zu predigen.


Nachdem die Besucher mit Sturm das Gebet der Vereinten Nationen gesprochen hatten, ergriff Hans das Wort. „Wir sind weit davon entfernt, von Frieden auf der Welt zu reden“, sagte er mit Verweis auf Kriege, Terror und Flucht, „wir leben in einer Welt, in der Aufrüstung zur Abschreckung das Motto ist.“ Aus heutiger Sicht sei es unvorstellbar, dass der Krieg mit Frankreich unter einem religiös anmutenden Nationalismus geführt wurde. Damals sei alles Recht gewesen, nur um Grabenkämpfe führen zu können. Heute mahnten die Toten zum Frieden. „Es liegt an uns, ob wir die Lehren beherzigen“, sagte er und richtete den Blick auch auf den Frieden im Kleinen – in der Familie oder im Beruf. Langfristigen Frieden erreiche man nicht nur durch Beendigung der Kampfhandlungen, sondern vor allem durch Überwindung von Hass, Misstrauen und Feindschaft. „Wir alle können ein kleines Stück Frieden schaffen“, dann sei auch der Weg zum globalen Frieden keine Utopie.

(con)