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Fairtrade
Faire Weihnachtsmänner im Rathaus

 Schokoweihnachtsmänner, Stollen und weitere Leckereien und Geschenke aus fairem Handel gibt es im St. Ingberter Weltladen.
Schokoweihnachtsmänner, Stollen und weitere Leckereien und Geschenke aus fairem Handel gibt es im St. Ingberter Weltladen. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. St. Ingbert bietet alle zwei Wochen im Rathaus fairen Kaffee an. Beim nächsten Mal gibt es dazu Weihnachtliches aus dem Weltladen. Von Yvonne Handschuher

St. Ingbert ist Fairtrade Stadt und möchte das auch bleiben. Deswegen muss es, so die Vorschriften, zwei Fairtrade-Veranstaltungen im Jahr geben. Doch das reicht den Zuständigen nicht. Sie wollen mehr. Deswegen gibt es jetzt alle zwei Wochen freitags von 8.30 bis 10.30 Uhr fairen Kaffee im Foyer des St. Ingberter Rathauses. Ein Projekt der Jahrespraktikanten, begleitet von Stadtmitarbeiterin Julia Roos. Dazu gibt es Kuchen oder Plätzchen, die mit fairen Zutaten gebacken werden. Außerdem liegt Informationsmaterial aus und die Praktikanten informieren über Fairtrade und was es damit auf sich hat. So berichtet es Julia Roos im Gespräch mit unserer Zeitung. Willkommen sind hier alle Bürger, nicht nur die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Roos: „Am besten bringt jeder gemäß des Fairtrade-Gedankens seine eigene Tasse mit. So können wir die Umwelt schonen und auf Einweg-Becher verzichten.“


Außerdem soll es zum nächsten Fairen-Kaffee-Treffen am Freitag, 8. Dezember, auch weihnachtliche Waren aus dem Dritte-Welt-Laden in der St. Ingberter Kaiserstraße geben. Schließlich handelt es sich um ein weihnachtliches Treffen. „Auch im Dritte-Welt-Laden gibt es Schokoladen-Nikoläuse und Christkinder sowie schöne Geschenke“, sagt Julia Roos, die der entsprechenden Steuerungsgruppe angehört. Neben dem Stadtratsbeschluss, dem Angebot fair gehandelter Produkte im Einzelhandel und in der Gastronomie, war auch die Gründung einer Steuerungsgruppe eines der fünf zu erfüllenden Kriterien auf dem Weg zur Fairtrade Stadt (wir berichteten).

Die lokale Steuerungsgruppe besteht aus mehreren Organisationen: Der Stadtverwaltung, dem Weltladen, der fairen Schule BBZ und der fairen Schule Leibniz Gymnasium, der Pfarrei Heiliger Ingobertus und der fairen Kita St. Franziskus. Julia Roos erklärt, dass die wohl bekannteste Sparte beim fairen Handel der Lebensmittelbereich darstellt. Fair gehandelter Kaffee, Tee, Zucker, Kakao - das kennen die Bürger. „Fair gehandelte Lebensmittel haben den Weg in unseren Alltag gefunden“, so Roos. Aber immer wichtiger würden aber auch fair hergestellte Textilien und fair gehandelte Blumen. Es gibt einige St. Ingberter Händler und Gastronomen, die faire Produkte verkaufen oder ausschenken. Der Weltladen, die Tee-Liebe, das Reformhaus Escher, der Bioladen Kornblume, Blumen Martin, Stoffideen Redel, das Schnellrestaurant Subway, der Discounter Kaufland, Edeka, der Biofrischmarkt, Tchibo, Rewe, Netto, Aldi, Lidl, Blume 2000. In der Gastronomie sind es das Hotel Sengscheider Hof, Die Schmidd, Toscana und die Kantine der Summacom. An Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden sind dabei: BBZ, Leibniz Gymnasium, Christuskirchengemeinde, Albertus-Magnus-Gymnasium, Pfarrei Heiliger Ingobertus, Kita St. Franziskus und eben die Stadtverwaltung St. Ingbert.



Mit Blick auf die Teilnahme der Discounter sagt Roos abschließend: „Fair-Trade ist für jeden Geldbeutel möglich.“

Infos erteilt Julia Roos, Tel. (06894) 1 37 37 oder jroos@st-ingbert.de