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Faire Schulklassen sind auf dem richtigen Weg

Auch die Willi-Graf-Schulen St. Ingbert stellen eine „Faire Klasse“. Foto: Beate Ruffing/Saarpfalz-Kreis
Auch die Willi-Graf-Schulen St. Ingbert stellen eine „Faire Klasse“. Foto: Beate Ruffing/Saarpfalz-Kreis FOTO: Beate Ruffing/Saarpfalz-Kreis
St Ingbert. Das Saarbrücker Schloss bildete den würdigen Rahmen für die Ehrungen der Aktion „Faire Schulklasse – Klasse des Fairen Handelns“. Aus dem Saarpfalz-Kreis wurden vier Klassen geehrt. Sie haben kreative Ideen eingebracht. red

Die Gemeinschaftsschulen in Limbach und Gersheim, die Willi-Graf-Schulen in St. Ingbert (BBZ) und das Mannlich-Gymnasium Homburg wurden für ihre Projekte im Saarbrücker Schloss von der Fairtrade Initiative Saarbrücken mit dem Titel "Faire Schulklasse - Klasse des Fairen Handelns" ausgezeichnet.

Im August vergangenen Jahres reihte sich der Saarpfalz-Kreis in den Reigen der Fairtrade-Landkreise ein. Bildungsaktivitäten zu fairem Handel sind eines der insgesamt fünf Kriterien, die zum Siegel führen. Hatte 2015 noch eine Klasse ihr Projekt beim Wettbewerb "Faire Schulklassen - Klasse des Fairen Handels" der Fairtrade Initiative Saarbrücken eingereicht, freute sich Landrat Theophil Gallo als Schulträger um so mehr über den Zuwachs. "Die Projekte zeigen, dass den Schülern die Zusammenhänge im Konsumverhalten keineswegs moralisierend vermittelt werden, sondern erfahrbar aus einem lokalen und globalen Blickwinkel heraus." Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Domberg (B90/Die Grünen) überreichte den "Fairtrade Bewegten" bei der Feierstunde im Saarbrücker Schloss ihre Urkunden: "Ergänzend zu Kreistagsentscheidungen über Schulgebäudeneu- oder -umbauten ist es sehr aufschlussreich, einen Einblick in das Innenleben unserer Schulen zu erhalten. Bemerkenswert sind die Themenvielfalt und die Umsetzung im Klassen- und Kursverband. Wo es mir möglich ist, entscheide auch ich mich für Fairtrade-Produkte."

Aktionen durchführen



Der Titel wird tatsächlich verliehen, wenn sich ein Klassenverband in besonderem Maße mit fairem Handel im Unterricht befasst und Aktionen durchführt und darüber öffentlich berichtet, um den Fairtrade-Gedanken nicht nur an der Schule zu verbreiten.

So beschäftigte sich die Klasse 9c der Gemeinschaftsschule Kirkel-Limbach mit der Herstellung von Seifen im Rahmen des Chemieunterrichts und mit einer sich anschließenden Bildungseinheit zu Fairem Handel. Die Schüler stellten mit Unterstützung von Doris Kratkey aus Beeden Seifen aus regionalen Zutaten her und boten diese zum Verkauf an. Das dualisierte technische BGJ am BBZ in St. Ingbert organisierte einen Fußballworkshop mit Hintergrundinfos zu fairen Fußbällen, die sogar eigenhändig genäht wurden. Die Schule appellierte während der Feierstunde an eine faire Beschaffung von Fußbällen durch die Schul- und Sportämter. Schülerinnen und Schüler im Seminarfach 12 am Homburger Christian von Mannlich-Gymnasium beschäftigten sich mit fairen Textilien und stellten eine Modenschau unter Einbindung von Fairtrade-Modefirmen auf die Beine.

Ergänzend gab es in der Vorweihnachtszeit eine pfiffige, fair gehandelte Schokolade in einer Nikolausaktion. Im Jahrgang 7 des Kurses Handwerk und Technik an der Gemeinschaftsschule Gersheim standen ebenfalls Herkunft und Arbeitsbedingungen in der Textilbranche im Mittelpunkt. Es wurden Mäppchen aus fair gehandeltem Stoff genäht.

Neben den saarpfälzischen Schulen ging der Titel an Schulen im Regionalverband Saarbrücken, dem Landkreis Saarlouis und über die Landesgrenzen hinaus nach Luxemburg, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

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