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Bläse-Stiftung
Stiftung fördert Forschung und Wissenschaft an den Saar-Unis

Alle Preisträger gemeinsam mit dem Scheck über den gesamten Förderbetrag über 8400 Euro.
Alle Preisträger gemeinsam mit dem Scheck über den gesamten Förderbetrag über 8400 Euro. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Die Erich F. Bläse-Stiftung vergab insgesamt 8400 Euro Fördermittel an saarländische Fakultäten sowie mehrere außerordentliche Spenden. Von Selina Carolin Summer

In jedem Jahr fördert die Erich F. Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft bis zu fünf saarländische Fakultäten mit Fördermitteln. Ein Teil davon steht als „Förderung der Forschung und Wissenschaft“ der Arbeit der Fakultät zur Verfügung. Der Rest wird als Preisgeld für hervorragende Abschlussarbeiten im Master- oder Diplomstudiengang mit deutlich innovativer Ausprägung an bis zu drei Absolventen der jeweiligen Fakultät vergeben. In diesem Jahr wurden Fakultäten der HTW als auch der Universität des Saarlandes ausgewählt. Oberbürgermeister Hans Wagner vergab am vergangenen Freitag die Urkunden an die Studenten. „Unsere Stadt hat großes Glück, über eine solche Stiftung zu verfügen“, sagte er in seiner Begrüßungsrede.


Von der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes kamen gemeinsam mit Roland Beckmann die Preisträger Pierre Hubertus, Fabian Tobias Blandfort und Johannes Roland Heck, die alle drei ihren Abschluss mit Bestnoten bestanden. Sie promovieren nun in den unterschiedlichsten Bereichen. Verbraucherschutz und Markenrecht sind genauso vertreten wie Völker- und Europarecht und Steuerrecht. Sie erhielten 1200 Euro. 2000 Euro erhielt die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der HTW Saar.

Dekan Steffen Hütter kam in Begleitung von Nadine Fink, die mit ihrem Thema und dem Projekt „Elternhaltestellen“ zur Sicherheit im Straßenverkehr an Schulen beigetragen hat. Von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der HTW Saar, die einen Förderbetrag von 2000 Euro erhielt, kam Dekan Ulrich Pantle gemeinsam mit Jonathan Kohler. Nach der Gärtnerlehre mit 16 Jahren und einiger Zeit der Tätigkeit in der freien Wirtschaft bekam Kohler die Chance eines Probestudiums. Obwohl er keinen zum Studium normalerweise notwendigen Schulabschluss hatte, bewies er, dass jeder studieren kann, der das nur will. „Man braucht nicht das beste Abi, um erfolgreich zu studieren“, sagt er selbst.



Von der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes erhielten die Preisträgerinnen Lisa Schäfer und Kathrin Svenja Neis den Förderpreis in Höhe von 1600 Euro. Mit Dekanin Stefanie Haberzettl gaben sie einen Einblick in die Wichtigkeit der Litaratur mit den Themen „Sprechende Tiere in der Literatur“ und „Belebte Kunstwerke“.

Selina Neuhaus und Abdurrahman Irscheid von der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität des Saarlandes nahmen mit Guido Kickelbick den Förderpreis über 1600 Euro entgegen. Die beiden gaben einen Einblick in ihre Themen über die Untersuchung zum Verhalten von Kunststoffen in bestimmten Testphasen sowie den kooperativen Transport. Zusätzlich förderte die Bläse-Stiftung in diesem Jahr als außerordentliche Spende ein Deutschlandstipendium über die StudienStiftung Saar an der HTW mit 1800 Euro.

Der Stipendiat Fabian Hamm studiert soziale Arbeit und war bisher sowohl in der Jugendarbeit und auch als Entwicklungshelfer in Afrika und Südostasien tätig. Aktuell ist er im Vollzeit-Praktikum. Für ihn ist es nicht nur eine Förderung seiner eigenen Person, sondern vor allem für das, was er nach außen trägt, so Hamm.

Weitere 2000 Euro Unterstützung gingen an die Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität des Saarlandes für die groß angelegte Forschungsstudie über Angsterkrankungen. Sarah Katharina Schäfer stellte das Projekt vor. So wird unter anderem erforscht, weshalb Konfrontationstherapie am Morgen besser funktioniert als am Abend. Aktuell läuft eine Studie mit Schlangen, für die noch Teilnehmer gesucht werden.