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Handball
Eine verdiente Niederlage

Die Jungs von Niederwürzbachs Trainer Christian Schöller (3.v.r.) konnten in Saarbrücken schon wieder nicht gewinnen.
Die Jungs von Niederwürzbachs Trainer Christian Schöller (3.v.r.) konnten in Saarbrücken schon wieder nicht gewinnen. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Klos Horst
St. Ingbert . In der Landeshauptstadt können die Handballer des TV Niederwürzbach erneut nicht punkten. St. Ingbert gelingt gegen die Panther die Revanche. Von Lucas Jost

Die Rastbachtalhalle bleibt auch 2018 kein gutes Pflaster für den TV Niederwürzbach. Gegen die HSG TVA/ATSV Saarbrücken blieb der Vorjahresmeister lange auf Augenhöhe, musste sich letztendlich aber mit 29:32 geschlagen geben. „Wenn man die ersten und die letzten sieben Minuten sieht, dann haben sie es schon verdient“, gesteht Maximilian Junius. „Vielleicht nicht ganz in der Höhe. Das restliche Spiel war sehr ausgeglichen. Aber so geht ihr Sieg in Ordnung.“ Was war in den ersten Minuten? Niederwürzbach hatte den Start in die Saarlandliga-Partie einfach verpennt und geriet mit 4:9 in Rückstand. „Wir haben zu früh abgeschlossen. Dann haben sie uns überlaufen, wie wir es erwartet hatten. Und was wir eigentlich verhindern wollten“, bilanzierte der Linkshänder. Niederwürzbach konnte beim 11:11 (19. Minute) zwar wieder ausgleichen, verpasste es aber, einen Vorsprung mit in die Pause zu nehmen. „Wir bekommen eine doppelte Überzahl kurz vor der Halbzeit und müssen eigentlich mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit gehen“, sagt Junius. Stattdessen konnte die HSG mit der Halbzeitsirene das 17:16 erzielen. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur 53. Minute. „Doch dann kriegen wir zwei schnelle Gegenstöße, dann war es eigentlich gelaufen“, resümiert der fünffache Torschütze. Niederwürzbach kam nicht mehr zurück und verlor mit 29:32.


Einen Erfolg feiern konnte die SGH St. Ingbert, die für die 23:24-Niederlage aus dem Hinspiel Revanche nehmen und den TV Merchweiler auswärts mit 36:30 besiegen konnte. „Von Anfang an hatten wir das Spiel eigentlich relativ gut im Griff“, bilanzierte Trainer Christoph Luck. „Beide Abwehrreihen waren nicht ganz toll unterwegs, da war bisschen Tag der offenen Tür auf beiden Seiten. Als unsere sich besser gefangen hatten, hatten wir noch das Quäntchen Glück, dass wir alle Abpraller bekommen haben“, meinte Luck weiter. So lagen die Gäste früh mit Ausnahme vom 8:9-Rückstand (18. Minute) fast durchgängig in Front. Luck: „Wir haben unsere Chancen gut verwertet und unser Torwart Jakub Pala hat noch ein paar Bälle gehalten, die er nicht halten musste.“ So konnte die SGH den vier-Tore-Vorsprung, den sie sich bereits beim 4:0 erarbeitet hatte, auch zur Halbzeit zum 17:13 wiederherstellen. Zwischenzeitlich wuchs der Abstand an (23:17, 38. Minute), um dann wieder zu schrumpfen (24:21, 43.). Weitgehend blieb er aber konstant. Doch Merchweiler kam noch einmal zurück. Nachdem der starke Kreisläufer Filip Dujcak (acht Tore) in der 49. Minute seine dritte Zeitstrafe sah und vom Feld verwiesen wurde, verkürzte Merchweiler gefährlich auf 26:28. Doch fast im Alleingang schraubte der linke Rückraum Niklas Eberhard das Ergebnis nach oben. „Niklas hat ein Bombenspiel gemacht“, lobte Luck seinen Schützling, der mit zwölf Toren herausragender Akteur der Saarlandliga-Partie war und den Grundstein für den St. Ingberter Sieg legte.

Kommenden Samstag (19.30 Uhr) spielt die SGH auswärts bei den HF Illtal II, Niederwürzbach empfängt um 18 Uhr die HSG Nordsaar.