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Leibniz-Chor
Eine überaus gelungene Generalprobe

Der Leibniz-Chor (hinten) und die leibniz|vocal|group (Mitte) mit Orchester beim Konzert in Ormesheim.
Der Leibniz-Chor (hinten) und die leibniz|vocal|group (Mitte) mit Orchester beim Konzert in Ormesheim. FOTO: Jörg Martin
Ormesheim/St. Ingbert. Die Chorensembles des Leibniz-Gymnasiums gaben vor ihrem Auftritt in New York noch ein Konzert in Ormesheim.

Das Konzert, welches die beiden St. Ingberter Chöre, der Leibniz-Chor aus Schüler-Eltern und Lehrern sowie die leibniz|vocal|group (Schüler) nebst Solisten und Musikern am Sonntagnachmittag gaben, sei im doppelten Sinne ein Abschiedskonzert. Das jedenfalls meinte der Leiter Timo Uhrig in der Pfarrkirche St. Mauritius Ormesheim zu Beginn. Zum einen beende man mit diesem Programm nun offiziell die Weihnachtszeit. Zum anderen waren die Sänger und Musiker quasi „auf dem Sprung“. Somit ein doppelter Abschied. Denn am kommenden Freitag geht es mit dem Flieger nach New York. Dort werden die St. Ingberter am darauffolgenden Montag nicht nur in der Carnegy Hall ein Konzert geben, sondern auch den Komponisten Karl Jenkins treffen. Dessen Werk „The Peacemakers“ hatten sie gesungen.


Die Saarländer nehmen an einer internationalen Choraufführung teil. Dort werden sie ein neues Jenkins-Werk, nämlich „Sing the music was given“, vortragen. Die Vorfreude darauf war am Sonntag durchaus spürbar. Eine Energie, die sich auch auf das Publikum übertrug, was sich am Ende nicht nur in zustimmenden Applaus, sondern in Begeisterungsstürme übertrug. Neben stehenden Ovationen, gab es Bravo!-Rufe und einen Applaus, der minutenlang war. Doch der Reihe nach. Mit „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ von Johann Sebastian Bach startete man in das Konzert. Hier wechselten sich der Chor und vier der fünf Solisten – Elisa Wehrle (Sopran), Sabrina Henschke (Alt), Won Choi (Tenor) und Gideon Henska (Bass) – mit ihren Vorträgen ab. Regelrecht nahtlos war der anschließende Übergang zum A-
dagio für Oboe, Streicher und Continio; ebenfalls von Bach. Hier überzeugte vor allem Maksym Malkon an der Solo-Oboe. Beeindruckend war das Ave Maria (Jaakko Mäntyjärvi). Hier sprachen die Frauen des Leibniz-Chors den Text und gingen dabei vom Altar bis zur Gangmitte, während die Männer vorne weitersangen. Die weiblichen Stimmen der leibniz|vocal|group überzeugten bei „Angel’s Carol“ (John Rutter), was bei den Konzertbesuchern mehr als gut ankam.

Camille Saint-Saëns „Oratorio de Noël“, ein Weihnachtsoratorium aus Paris, startete mit einem mehr als prägnanten Harfen-Spiel, in dessen Folge von zehn Stücken auch, neben den vier Solisten, die Mezzosopranistin Maria Eichler auftrat. Auch hier sprang der Funke schnell über, und die Begeisterung des Publikums war deutlich. Beim Adeste Fidelis, in einer Fassung von Timo Uhrig, passte am Ende einfach alles. Sozusagen das „I-Tüpfelchen“ kam in Form von plötzlich einsetzender Paukenmusik. Ohne den Klang dieses Instrumentes hätte mit Sicherheit etwas bei diesem Stück gefehlt. Am Ende wurde eine Strophe des Liedes „Nun freut euch, ihr Christen…“ mit dem Publikum gemeinsam gesungen. Alle Mitwirkenden, Solisten, Chöre und Musiker scheinen offenbar bestens für den Auftritt in New York vorbereitet.