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Handball
Ein Wiedersehen, das Freude bereitet

Niederwürzbach/St. Ingbert. Am Samstag empfängt die SGH St. Ingbert den TV Niederwürzbach in der Handball-Saarlandliga.

Für die SGH St. Ingbert es der Abschluss der Hinrunde der Handball-Saarlandliga, für den TV Niederwürzbach ist es das vorletzte Spiel dieser. Aber für beide ist es ein Highlight kurz vor der Winterpause. Am Samstag um 19 Uhr steigt in der Ingobertushalle das Lokal-Derby zwischen der SGH St. Ingbert und dem TV Niederwürzbach. Und wer die „Rivalität“ beider Mannschaften kennt, der weiß, dass ihn ein spannendes Spiel erwartet. Das zeigen alleine die Ergebnisse der vergangenen Saison, in der die Ingobertushalle ein gutes Pflaster für die SGH war. Vor knapp 300 Zuschauern konnte sie den TV Niederwürzbach nach einem Kraftakt mit 29:28 in die Knie zwingen und den dritten Saisonsieg feiern.


Im Rückspiel, welches am 26. Januar in der Würzbachhalle stattfand, schlug der spätere Vizemeister zurück. Durch einen 32:25-Heimsieg revanchierte er sich für die Niederlage im Hinspiel. Inzwischen haben sich die Kräfteverhältnisse etwas verschoben. St. Ingbert, welches die Saison 2017/2018 als Neunter der Saarlandliga abschloss, rangiert zurzeit mit 15:9 Punkten auf dem sechsten Platz der Saarlandliga und konnte unter anderem Tabellenführer HSV Merzig/Hilbringen beim 25:24-Auswärtssieg eine seiner beiden Saison-Niederlagen zuführen. Niederwürzbach hatte vor Saisonstart als Ziel den möglichst frühen Klassenerhalt ausgesprochen und ist mit 10:12 Punkten Achter.

Allerdings konnte der Vizemeister des Vorjahres zuletzt drei von vier Spielen für sich entscheiden. „Das wird auf jeden Fall eine enge Kiste, ganz unabhängig vom Tabellenstand“, prophezeit SGH-Linksaußen Hendrik Rolshausen. „Sie haben bisher eine große Spielerfluktuation gehabt. Ich denke, dass sie alle, die sie haben, auffahren werden. Auf das Spiel brennt jeder, nicht nur bei uns.“ Dem schließt sich Niederwürzbachs Kapitän direkt an: „Klar ist das immer ein besonderes Spiel. Das will man nicht verlieren. Man will unbedingt das Gesicht wahren“, bestätigt Marcus Eschenbaum. Er meint allerdings: „St. Ingbert spielt zu Hause, sie haben den größeren Kader. Ich denke, dass sie der Favorit sind.“ Geht es nach dem Abwehrchef des TVN, so könnte seine Mannschaft den Ausgang des Spiels bestimmen, wenn sie am Samstag ihre Stärke abruft. „Aus der Abwehr schnell nach vorne spielen ist unser Ding. Im aufgebauten Angriff hat St. Ingbert keine schlechte Abwehr. Wir haben mit Maximilian Bölke einen richtigen Shooter auf dem Rückraum, ansonsten sind wir da etwas begrenzt“, fasst er zusammen und erörtert: „Je offener das Spielfeld ist, desto besser ist das für uns.“ Begegnen sich beide Mannschaften spielerisch auf Augenhöhe, so kann die Psyche, die Mentalität am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden – Vorzeichen, die Hendrik Rolshausen schon im Trainingsbetrieb wahrgenommen hat.



„Die Trainingseinstellung ist eine andere. Die Teamchemie stimmt. Es ist jeder super heiß, es hat jeder Bock auf das Spiel. Man merkt schon die ganze Woche, dass jeder darauf brennt, gegen Würzbach zu spielen“, sagt der 23-Jährige. „Ich hoffe, dass wir vor voller Halle spielen. Handball ist ein Zuschauersport. Die Kulisse spielt immer eine Rolle. Es ist einfach etwas anderes, wenn die Halle gerammelt voll ist.“

(jhl)