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Ortsrat St. Ingbert-Mitte
Ein schmucker Platz im Bermudadreieck

Vor der schon lange leerstehenden Pizzabude im Bermudadreieck diskutiert der Ortsrat, wie man den Platz ideal gestalten könnte.
Vor der schon lange leerstehenden Pizzabude im Bermudadreieck diskutiert der Ortsrat, wie man den Platz ideal gestalten könnte. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Die alte Pizzabude zu Beginn der Blieskasteler Straße soll weg. Der Ortsrat Mitte sammelte Ideen, was an ihrer Stelle entstehen könnte.

Das Bermudadreieck ist in St. Ingbert ein feststehender Begriff. Gemütliche Lokale mit einem vielfältigen Angebot an Speisen und Getränken, Musik für die unterschiedlichsten Geschmäcker in den Lokalitäten sowie auf der allseits beliebten Sommerbühne erwartet das gemischte Publikum. Hier kommt jeder mal her. Ganz besonders gilt das beim Stadtfest und der Roundabout-Tour. Nur die leerstehende Pizzabude am Beginn der Blieskasteler Straße ist ein Dorn im Auge. Sie nimmt Platz weg, behindert die Entwicklung des Bermudadreiecks – und soll nun weichen. Platz für Neues schaffen, lautet die Devise.


Bei einer Begehung des Ortsrates vor einigen Tagen sammelten Ortsvorsteher Ulli Meyer und seine Stellvertreterin Irene Kaiser gemeinsam mit den Mitgliedern unterschiedliche Ideen. Das Gebäude gehört zum städtischen Eigentum und wird abgerissen. Fest steht, dass es keine Parkplätze an dieser Stelle geben soll. Die anwesenden Ortsräte waren sich einig: Ein Ort mit echtem Platzcharakter muss her. Ein Fleckchen zum Verweilen, das sowohl durch die umliegende Gastronomie als Außenbereich als auch als Bühne genutzt werden kann. Besonders bei Festivitäten wie zum Beispiel dem Stadtfest würde dies mehr Platz bieten sowie die Organisation erheblich vereinfachen.

„Eine Jugendbegegnungsstätte als Pendant zur Altenbegegnungstätte schaffen“, schlug Bodo Marschall vor. „Mit einem Bücherbaum.“ Die Idee eines Baumes gefiel auch Ortsvorsteher Ulli Meyer: „Eine Kastanie oder eine Linde wäre denkbar.“ Auch über eine Wasseranlage wurde angeregt diskutiert. Immerhin verlaufen unter der Stadtmitte noch einige unterirdische Quellen – und das Bermudadreieck im historischen Stadtkern liegt an einem der tiefsten Punkte. Es müsse aber erst geprüft werden, ob an dieser Stelle eine Möglichkeit bestehe, so Meyer. Eine Grundidee steht also schon. Nun geht es an die konkrete Planung und Umsetzung. „Es ist besonders wichtig, die Wirte der Lokale in die Gestaltung mit einzubeziehen“, betont Meyer. Die Zukunft des Bermudadreieicks soll sich offener und modernen zeigen als bisher.