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Dorffest in Hassel
Ein Schaf lauscht Kerweredd der Kuckucke

Am Sonntag gab es nicht nur eine Kerweredd, sondern es wurde von den Vereinen auch lautstark der Hammel ausgetanzt.
Am Sonntag gab es nicht nur eine Kerweredd, sondern es wurde von den Vereinen auch lautstark der Hammel ausgetanzt. FOTO: Cornelia Jung
Hassel. Am Hasseler Marktplatzl herschte drei Tage lang beste Stimmung beim Dorffest und der Kirmes.

Das 38. Dorffest in Hassel wurde vom Wetter verwöhnt. Drei „Feiertage“ lang durften die Besucher des Festes und der Kirmes rund um den Marktplatz in dem St. Ingberter Stadtteil vom Sonnenschein profitieren. Deshalb wurde der Aufforderung der Sozialministerin, bei den hohen Temperaturen ausreichend zu trinken, gerne nachgekommen. Ob für die Vereinskasse oder den guten Zweck, die Besucher nahmen das zum Teil sommerliche Getränkeangebot gerne an. Das führte zum Teil zu Engpässen bei Eiswürfeln, bestimmten Weinsorten oder Mixgetränken.


„Wir sind ausverkauft“, war aber an den Ständen nur kurzzeitig zu hören, denn irgendwie konnte „auf dem saarländischen Weg“ immer eine Nachschubquelle aufgetan werden. Musikalisch ging der Saft dagegen nie aus. An allen drei Abenden gab‘s was auf die Ohren. Jede der sechs Bands hatte ihren eigenen Stil und so gab es nicht wenige Gäste, die an allen drei Abenden oder sogar Tagen vor Ort waren, um sich das volle Musikprogramm zu gönnen. Zwischendurch gab es noch eine Showeinlage von den „Sandmännchen“ aus Rohrbach, schließlich steht nach den Dorffesten schon wieder die fünfte Jahreszeit in den Startlöchern.

Viele Hasseler machten sich am Samstagnachmittag mit der Familie auf und besuchten die Spielstraße der Vereine, auf der gebastelt und Geschicklichkeitsspiele angeboten wurden, um am Abend, wenn der Nachwuchs im Bett war, mit ihren Partnern oder in der Clique bis in die Nacht zu feiern. Für einige kleine Besucher, aber auch einen Schausteller gab es traurige Stunden, denn zwei Karussells auf dem Marktplatz blieben ohne Regung. „Wegen Krankheit geschlossen“, hieß es eine Zeit lang an dem Fahrgeschäft. Doch es konnte recht schnell eine Lösung gefunden werden, und so gab es auch für Eltern, Großelten und deren Sprösslinge wieder einen Grund zum Lachen. „Es Haasler Dorffescht is sauscheen, hier wolle ma bleiwe unn niemols meh gehn“, hieß es dann passenderweise auch in der Kerweredd von Stefanie Brettar und Susanne Vicentini vom „Guggugsklibsche“. Sie ließen sich das „Kerwerederechd“ nicht nehmen, schließlich hatte man der Kerb schon den Montag „geklaut“, an dem normalerweise der Hammel ausgetanzt wurde. „Was wär unsa Hammel ohne Redd, die macht de Sonndach erst komplett“, hieß es über „Schoof“ Rudi, wie das hölzerne Tier getauft wurde. Geduldig hörte es sich auf der Bühne die „Haasler Gespräche“ an, die von Gerüchten, Bierpreisen, Falschparkern, Folgen der DSGVO beim Arztbesuch und dem Umzug des Weihnachtsmarktes handelten. Und was das kleine Dorffest für die Haseler Kuckucke und ihre Gäste bedeutet, brachten die beiden Kerwerednerinnen beim „Hammelausdanzdaa“ ebenfalls auf den Punkt: „Unsa Dorffescht ist für jeden was. An jedem Stand hadd ma sei Spass.“