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Roundabout in St. Ingberter Kneipen
Ein Konzertmarathon mit Kneipen-Atmosphäre

 Bei der Roundabout-Tour in St. Ingbert war am Samstagabend einiges los: Das Trio „Jollycaster“ sorgte in der Gaststätte „Cartoon Revival“ für ordentliche Feierlaune.
Bei der Roundabout-Tour in St. Ingbert war am Samstagabend einiges los: Das Trio „Jollycaster“ sorgte in der Gaststätte „Cartoon Revival“ für ordentliche Feierlaune. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Bei der Roundabout-Tour waren die St. Ingberter Gaststätten am Samstagabend rappelvoll. Von Selina Carolin Summer

Ein Konzertmarathon mit Kneipen-Atmosphäre und Sauna-Klima: so lässt sich die 16. St. Ingberter Roundabout Tour vergangenen Samstag wohl am besten beschreiben. Trotz des kühlen Wetters bevölkerten jede Menge Musikbegeisterte die Innenstadt und verwandelten diese in eine Partymeile. Das musikalische Angebot war dabei so vielfältig wie die Lokale, in denen die zwölf Bands ihr Können unter Beweis stellten.


Los ging es um 20 Uhr, mit „Jollycaster“ im Cartoon Revival. Noch bevor das Trio in klassischer Jimi-Hendrix-Besetzung zu den Instrumenten griff, herrschte bereits ausgelassene Feierlaune. Bei Powerblues und Rocksound wurde es dann so richtig voll. Und laut! Bekannte Stücke wie „I follow Rivers“ kamen beim Publikum genauso gut an wie die eigenen Songs der Band. Wer drinnen keinen Platz mehr fand, verlegte die Party einfach vor die Tür.

Von da aus konnte man dann quasi in fließendem Übergang zum SoHo wechseln. „Radio Solid“ sorgten dort mit Titeln wie „Heavy Cross“ und „Runaway“ für überfüllte Tische und klassisches Konzertgedränge samt ausgelassener Stimmung. Wer einen bunten Mix von Classic-Rock und Chart-Hits bevorzugte, kam im Millenium auf seine Kosten. „Complete“ rockte die Bühne, während immer neue Zuhörer sich einen Platz in Hörweite zu ergattern versuchten. Von Jan Delay bis zu den Prinzen – Abwechslung war garantiert.



Dabei war das St. Ingberter Bermudadreieck nur der Anfang. Denn auch im Rest der Stadt ging es keineswegs ruhiger zu. Im Times spannten „Bad News from Tony“ mit Coversongs von den Söhnen Mannheims, Adele oder Jamelia einen breiten musikalischen Bogen von Pop über Funk zu Soul. Um dieses Konzert bei Cocktails und kulinarischen Angeboten aus der Karte genießen zu können, musste man zwischenzeitlich sogar eine ganze Weile anstehen.

Die perfekte Gelegenheit für eine kleine Stärkung zwischendurch. Viele Konzertbesucher nutzten die Chance, auf dem Weg zwischen den Kneipen an der kleinen Holzhütte vor der Engelbertkirche Crêpes zu naschen oder Glühwein zu trinken. Gleich nebenan, in Eisler‘s Bierstube, begeisterte „Balon“ mit ihrer Unplugged-Show die Besucher.

Rock ’n’ Roll Is Here To Stay! Hieß es derweil in der Tanzschule Fess. „The Alligathors“ ließen dort das Feeling der 50er Jahre aufleben und sorgten für mehr als eine spektakuläre Tanzeinlage zu „Johnny B. Goode“ oder „Rock Around The Clock“.

Getanzt wurde ebenfalls im Schmitteinander, wo „The Pool“ mit ihrer gelungenen Mischung unterschiedlichster Titel jede Menge Möglichkeiten zum Mitsingen lieferten. Egal ob „I Like To Move It“ oder „You Oughta Know“, hier wurde trotz des hoffnungslos überfüllten Lokals ausgelassen gefeiert.

Kurzum: St. Ingbert platzte aus allen Nähten. Einen Blick auf „Come together“ im Maxplatz 8 zu erhaschen war zu späterer Stunde genauso unmöglich wie bei „Luigi Botta & Friends“ in der Schmidd dabei zu sein. Vom Zuhören hielt das natürlich niemanden ab. Viele bleiben einfach vor den Türen stehen und genossen den Vorteil frischer Luft und ausreichend Platz zum Tanzen. Die Gäste des Felsenkellers und der Loreley sahen das ähnlich. Selbst nachdem der letzte Song gespielt war, zogen einige noch bis in die Nacht hinein um die Häuser. Und in einem waren sich Musiker, Gäste und Wirte an diesem Abend einig: „Das hat sich so richtig gelohnt!“

 Im Times sorgten "Bad News from Tony" für ausgelassene Partystimmung.  Foto: Selina Summer
Im Times sorgten "Bad News from Tony" für ausgelassene Partystimmung. Foto: Selina Summer FOTO: Selina Summer