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Kinowerkstatt
Ein Blick auf die 68er-Generation

Paula Beer und Franz Rogowski in „Transit“.
Paula Beer und Franz Rogowski in „Transit“. FOTO: Christian Schulz/Schramm Film/Berlinale / Christian Schulz
St. Ingbert. Die St. Ingberter Kinowerkstatt beschäftigt sich mit der Zeit der Revoluzzer. red

„Transit“ – der neue Film von Christian Petzold mit Franz Rogowski läuft weiter am Freitag, 31. Mai und am Sonntag, 3. Juni, jeweils um 20 Uhr sowie am Montag, 4. Juni, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert. „Transit“ basiert auf dem 1942 in Marseille entstandenen gleichnamigen Roman von Anna Seghers. In einer atemberaubenden, fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist.


Als Teil der Reihe „50 Jahre 68er – Bewegung“ lädt die Kinowerkstatt am Samstag, 2. Juni, ab 20 Uhr ein: Unter dem Thema „Die lange Nacht des Benno Ohnesorg“ sind Dokumentationen und ein Interview zu sehen. Darunter: „Der Tod des Benno Ohnesorg 2. Juni 1967“ (52 Minuten), ein Interview mit Uwe Soukup zu seinem aktuellen Buch „Ein Schuss, der die Republik veränderte“ und „Wie starb Benno Ohnesorg“, in dem der Sohn von Benno Ohnesorg spricht. Der 2. Juni 1967 – ein Tag schreibt deutsche Geschichte: Der Schah von Persien besucht West-Berlin. Die Situation eskaliert. Schließlich fällt ein Schuss und dieser Schuss veränderte die Republik. Was geschah also wirklich an diesem 2. Juni?

„Vom Bauen der Zukunft - 100 Jahre Bauhaus“ (Deutschland 2017) ist eine Dokumentation von Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch (Länge: 110 Minuten), weiter in der Kinowerkstatt zu sehen am Sonntag, 3. Juni, 18 Uhr.

„Familiye - Familie“ (Deutschland 2017) mit Kubilay Sarikaya, Arnel Taci, Muhammed Kirtan, Sedat Kirtan, Ilhan Erdinc, Ridvan Kirtan. Es ist Kubilay Sarikayas erster langer Spielfilm, ein spannender, ereignisreicher Film. Moritz Bleibtreu hat ihn gesehen und ins Kino gebracht, denn „Mehr Kino geht nicht!“. (Bleibtreu). Der Film zeigt nicht gerade eine ideale Familie: Danyal hat ein Problem. Seine 50 000 Euro sind weg, als er nach fünf Jahren aus dem Knast kommt. Miko, Danyals kleiner Bruder, hat auch ein Problem. Das heißt, eigentlich sind es zwei: Er hat das Geld des Bruders verzockt, und er ist aus Prinzip arbeitsscheu. Der dritte Bruder, Muhammed, hat ein ganz anderes Problem: Er leidet unter dem Down-Syndrom und soll in ein Heim gesteckt werden, was die Brüder unbedingt verhindern wollen.