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Rollstulgerechter Neubau
Meyer fordert mehr barrierefreies Bauen

Ortvorsteher Ulli Meyer hatte ein Richtsträußchen zum Neubau von Markus und Jasmin Neger (beide im Rollstuhl) mitgebracht.
Ortvorsteher Ulli Meyer hatte ein Richtsträußchen zum Neubau von Markus und Jasmin Neger (beide im Rollstuhl) mitgebracht. FOTO: Mathis Uder
St. Ingbert. Im Neubaugebiet an der Schnapphahner Dell wurde das Richtfest für ein rollstuhlgerechtes Haus gefeiert. red

Auch wenn die Zeit der großen Neubaugebiete vorbei ist, werden nach wie vor immer wieder kleinere Flächen baureif gemacht. Zu ihnen zählt auch das Areal in der Schnapphahner Dell in St. Ingbert, wo früher die Sonderschule St. Christophorus stand. Dort entsteht derzeit das Einfamilienhaus Haus der Familie Neger, gebaut vom Bauträger Manfred Stoll, Partner der Firma Town und County. Vom Baufortschritt konnte sich Ortsvorsteher Ulli Meyer überzeugen, der auf Einladung der Bauherren der Baustelle anlässlich des Richtfestes einen Besuch abstattete.


Jasmin und Markus Neger sind beide auf den Rollstuhl angewiesen, weshalb es an den Neubau besondere Anforderungen gab: „Für uns ist es besonders wichtig, dass wir alles ebenerdig haben“, so die Bauherrin. „Daher hat es uns natürlich gefreut, dass bei Bebauungsplan daran gedacht wurde, dass wir das Haus so bauen können, dass es barrierefrei ist.“ Für ihr barrierefreies Haus benötigte Familie Neger nämlich etwas mehr ebenerdige Grundfläche anstatt die Möglichkeit, zwei oder mehr Etagen zu bauen.

Für Ortsvorsteher Ulli Meyer ein verständliches Anliegen. Er vertritt die Meinung, dass Bebauungspläne vor der Beschlussfassung grundsätzlich von einem Expertengremium auf Barrieren überprüft werden sollten. Daher hat der Ortsrat schon vor längerer Zeit die Einrichtung eines Beirates für barrierefreies Bauen (BBB) beantragt.