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Doppelkreisel soll Unfälle vermeiden

St Ingbert. Ein Doppelkreisel soll den Verkehr in der Spieser Landstraße am Mühlwald entschärfen. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) kalkuliert mit rund 700 000 Euro. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres. Michael Beer

Die gute Nachricht zuerst: Die Planungen für den Doppelkreisel in der Spieser Landstraße nehmen konkrete Formen an. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) rechnet mit Kosten von rund 700 000 Euro , wobei die Stadt mit 152 000 Euro im Boot ist. Die für die Vorkämpfer der Kreisellösung weniger gute Nachricht: Mit dem Bau ist nach derzeitigem Planungsstand erst im kommenden Jahr zu rechnen.

Der LfS hat am Dienstagabend im St. Ingberter Rathaus den Stadtratsausschüssen für Stadtentwicklung und Umwelt sowie dem Ausschuss für Baumanagement den Stand der Dinge für den seit Jahren diskutierten Verkehrsknotenpunkt vorgestellt. Direktor Michael Hoppstädter bekräftigte, die Verkehrssituation am Mühlwald sei schwierig, in den Vorjahren handelte es sich bei dem unübersichtlichen Areal um einen Unfallhäufungspunkt. Jochen Hahn, Leiter des Fachbereichs Sonderplanungen beim LfS, ging in die Details. Demnach hat die Behörde auf Grundlage einer Verkehrsuntersuchung aus 2012 ein Verkehrsmodell erarbeitet. Darin zeigte sich, dass der Verkehr zwischen In der Lauerwiese und Gartenstraße nicht mehr vernünftig fließt. Dem soll der Doppelkreisel mit einem kleinen und einem großen Rund Abhilfe schaffen. Der Minikreisel mit einem Außendurchmesser von 19 Metern kommt in die Spieser Landstraße an die Einmündung der Straße Am Mühlwald.

Der große Kreisel hat 32 Meter Durchmesser und regelt die Verkehrsbeziehung von Spieser Landstraße, Lauerswiese und Schmelzerstraße neu. Aus der Gartenstraße dürfen die Fahrer nicht mehr nach links abbiegen. Wer in Richtung Friedhof will, muss dann erst einmal durch den Minikreisel. Ebenfalls neu: Der Parkplatz vor dem Edeka-Markt wird nur als Zufahrt angebunden. Die Ausfahrt geht über die Gartenstraße.

Oberbürgermeister Hans Wagner nannte die Pläne in der Ausschusssitzung "gelungen". Mathilde Thiel (SPD ) war mit der Idee, in diesem Jahr Planungen fertigzustellen und Firmen an Land zu ziehen, um dann im Frühjahr 2016 loslegen zu können, alles andere als einverstanden. "Wir sollten 2015 beginnen", beharrte sie. Seit zehn Jahren werde nun über den Verkehr in der Spieser Landstraße diskutiert. LfS-Chef Hoppstädter dagegen erläuterte dem Ausschuss, bei einem Start noch in diesem Jahr werde es eine Baupause über den Winter geben. Das verteuere das Projekt. Bürger aus dem Wohngebiet, die der Diskussion folgten, bemängelten, bei den Planungen sei zu wenig an die Fußgänger gedacht worden. Und gerade auf dem Fußgänger müsse die Priorität liegen bei allen Überlegungen. OB Wagner versprach: "Wir nehmen gerne alle Anregungen auf." Voraussichtlich am 6. Mai soll es eine Bürgerversammlung zu dem Doppelkreisel in der Spieser Landstraße geben.