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Dokumentarfilm thematisiert die Chancen des längeren Lebens

St Ingbert. „Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre“ betrachtet die demografischen Veränderungen vor allem aus der Perspektive der damit verbundenen Chancen. Der Film spürt verschiedenen Altersbildern und Lebensentwürfen nach. red

In der Kinowerkstatt St. Ingbert läuft am Donnerstag, 3. Dezember, um 19 Uhr der Film "Sputnik Moment - 30 gewonnene Jahre", Regie: Lukas Schmid, Autoren: Barbara Wackernagel-Jacobs, Lukas Schmid, Kamera: Lukas Schmid, Schnitt: Lukas Schmid, Konrad Kirstein, Musik: Julian Heidenreich, Sprecher: Gert Heidenreich . Der Film hatte im Juni 2015 Premiere. "Sputnik Moment - 30 gewonnene Jahre" betrachtet die demografischen Veränderungen weltweit vor allem aus der Perspektive der damit verbundenen Chancen. Denn die Menschen von heute werden älter als frühere Generationen, und das häufig bei guter Gesundheit. Diese Zeit gilt es aktiv zu gestalten. Wir leben heute länger, haben mit 50 noch rund 30 gesunde Jahre vor uns. Wie wollen wir umgehen mit dieser gewonnenen Zeit? Länger schlafen, die Welt bereisen, Rosen züchten? Und was, wenn alle diese Dinge getan sind? Die New Yorker Geriaterin Linda Fried nennt es einen "Sputnik Moment", eine der größten Chancen und Herausforderungen in der Geschichte der Menschheit, jedenfalls keine Katastrophe. 1957 hatte der Sputnik in den USA und anderen Teilen der Welt eine Art Weckruf ausgelöst. Dies wurde als Herausforderung und große Chance gesehen.

So regt der Dokumentarfilm "Sputnik Moment - 30 gewonnene Jahre" von Regisseur Lukas Schmid und Produzentin Barbara Wackernagel-Jacobs dazu an, über das Alter(n), den demografischen Wandel und die Chancen des längeren Lebens ins Gespräch zu kommen und überholte Altersbilder zu überdenken.

Der Dokumentarfilm betrachtet die demographischen Veränderungen vor allem mit den Chancen für eine Gesellschaft: Viele dieser meist körperlich gesunden Menschen wollen so lange wie möglich in gesellschaftliche Aufgaben integriert sein, sei es arbeitend, sozial engagiert und ehrenamtlich. Der Film betrachtet den Stand der Dinge in der medizinischen und psychologischen Wissenschaft, hört Experten, die schon lange um die großen Vorteile des Aktivbleibens wissen, spürt Beispielen nach, geht unseren Altersbildern nach.

Mehr und mehr wird klar, dass unser Leben nicht aus drei, sondern mindestens vier Lebensphasen besteht: nach Kindheit/Jugend/Ausbildung und Berufs- und Familienphase der 30- bis 60-Jährigen liegt vor dem Altsein eine weitere aktive Phase: Frauen und Männer, deren Kinder aus dem Haus sind, die neue Ideen und Ziele angehen oder da, wo sie sind, gerne weitermachen. Wie die amerikanische Wissenschaftlerin Laura Carstensen im Film sagt, der demographische Wandel ist "ein Geschenk an Zeit".

Persönliche Ansichten



Gedreht wurde in USA, Dänemark und Deutschland. In dem Film kommen unter anderem zu Wort: Andreas Kruse, Axel Börsch-Supan, James Vaupel, Ursula Lehr , Ursula Staudinger, Linda Fried, Laura Carstensen, Marc Freedman, Margret Heckel, Rudolf Kast.

kinowerkstatt.de

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