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DNZ lässt es zünftig krachen

Elferrats-Präsident Michael Weber zeigt seine Künste an der künstlichen Gitarre. Fotos: Oliver Bergmann
Elferrats-Präsident Michael Weber zeigt seine Künste an der künstlichen Gitarre. Fotos: Oliver Bergmann
St. Ingbert. Fast fünf Stunden schunkeln, staunen und lachen: Mit ihrer Kappensitzung in der Stadthalle hat die Dengmerter Narrezunft am Samstagabend eine Show organisiert, die so ganz nach dem Geschmack der Knackis, Zwerge und Teufel im Publikum verlief Von SZ-Mitarbeiter Oliver Bergmann

St. Ingbert. Fast fünf Stunden schunkeln, staunen und lachen: Mit ihrer Kappensitzung in der Stadthalle hat die Dengmerter Narrezunft am Samstagabend eine Show organisiert, die so ganz nach dem Geschmack der Knackis, Zwerge und Teufel im Publikum verlief. Vor allem bewies der Elferrat um Präsident Michael Wagner ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Gäste - auch wenn die immer wieder gerne gehörten Spitzen gegen die lokalen Ereignisse der vergangenen Monate fehlten.



Günter Rannrad und Helene Rauber setzten als Jääb un Julanda Jochnachel einen etwas größeren Maßstab an. Schließlich gibt auch der Durchschnitts-Saarländer einiges her, und das hat sich wohl bis in die Vereinigten Staaten herumgesprochen. Im Auftrag des zuständigen Landesamtes leistet der Jääb demnächst nämlich Entwicklungshilfe, um den Amis das Schwenken und vor allem das Bierbrauen beizubringen. "Amerikanisches Bier ist doch nur der Versuch, Wasser noch weiter zu verdünnen." Martin Fricker vom MGM Oberbexbach sprang als Engel in die Rolle des Heiligen Bim Bam. Ihn schlossen die Narren sofort ins Herz, und es mehrten sich die Stimmen, die ihn künftig in dem Kreisel sehen wollen, den der Ingobertus verlassen musste. Doch die anerkennende Rakete blieb ihm, genauso wie allen anderen, verwehrt.

Der kleinste Elferrat war zumindest ganz dicht dran. War es Magie oder doch Maggi? Jedenfalls trieben sich Jogi Becker und Wendelin Karb gegenseitig in den Wahnsinn, was Elferrats-Präsident Michael Weber als "sensationelle Darbietung" lobte. Mit Fabienne Müller und Fabian Roschy gehen langsam zwei neue Sterne am heimischen Fastnachtshimmel auf. Die noch recht jungen Büttenredner traten mit einer Routine auf, von der sich selbst etablierte Künstler eine Scheibe abschneiden können.

Roschy hatte es als "Der Freggert" auf seinen dicken Vater und auf seine Oma abgesehen, Fabienne Müller knöpfte sich die Mitglieder des Elferrats vor.

Der darf sich trotz einiger kerniger Worte durch Ober-Kritikerin Müller auf die Schulter klopfen. Denn mit Luisa Welsch hat er ein ausgezeichnetes Aktiven-Tanzmariechen in seinen Reihen. Sie ist in ihrer Disziplin derzeit Landes-Vizemeisterin. Aus den Jugend- oder Juniorengarden geht vielleicht eines Tages ihre Nachfolgerin hervor. Auch sie zeigten in der Stadthalle ihr Potenzial. Zu sehen, wie die Kleinen Jahr für Jahr an Qualität gewinnen, war genauso spannend wie der große Schautanz der Aktiven mit den Desperate Housewives, die ihren zweiteiligen Auftritt an das Sessionsmotto "DNZ im Märchenwald" anlehnten und ihn Schneewittchen, den sieben Zwergen und Dornröschen widmeten.

Auf einen Blick

Die Kappensitzung der Dengmerter Narrezunft (DNZ) gestalteten mit: Die Holzer Boy-Group, Fabian Roschy als De Freggert, die Jugendgarde der DNZ, Jogi Becker und Wendelin Karb als Der kleinste Elferrat, die Juniorengarde der DNZ, Martin Fricker als Heiliger Bim Bam, Jasmine Hoffmann von der DNZ als Aktiven Tanzmariechen, Fabienne Müller als Elferrats-Kritikerin, die DNZ-Jugend mit ihrem Schautanz, die Frohsinns-Krätzjer, der Tanzcorps der DNZ, Günter Tannrad und Helene Rauber als Jääb un Julanda Jochnachel, das Aktiven-Tanzmariechen Luisa Welsch (DNZ), die Ehrengarde der DNZ, sowie die DNZ-Aktiven mit den Desperate Housewives und Martin Fricker als Baller-Matze. obe

Die Jugendgarde der DNZ führte den ersten Tanz des Abends vor.
Die Jugendgarde der DNZ führte den ersten Tanz des Abends vor.