| 17:39 Uhr

Neuer Pfarrer
Dieser „Pfälzer“ soll jetzt länger bleiben

Pfarrer Daniel Zamilski im Einführungsgottesdienst in der St. Ingberter Josefskirche.
Pfarrer Daniel Zamilski im Einführungsgottesdienst in der St. Ingberter Josefskirche. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Am Sonntagvormittag fand die Amtseinführung von Pfarrer Daniel Zamilski in der Josefskirche statt.

Die Pfarrei Heiliger Ingbobertus hat einen neuen Pfarrer (wir berichteten). Seit gestern sogar ganz offiziell, denn am Vormittag fand bei herrlichem Wetter die Amtseinführung mit anschließender Feier im Pfarrheim statt. Zum 1. August wurde Daniel Zamilski von Bischof Karl-Heinz Wiesmann zum St. Ingberter Pfarrer ernannt. Am 11. August feierte er seinen Geburtstag und nun hießen ihn auch die St. Ingberter willkommen.


Dass man im Saarland viel feiert, das sagten ihm gleich mehrere der Begrüßungsredner während des feierlichen, aber auch sehr humorvollen Gottesdienstes in St. Josef. Mit saarländischen Grundsätzen wie „Um 12 gebbt gess“ und „Hauptsach gudd gess“, habe er ja während seiner Zeit als Kaplan in Bexbach Erfahrungen gesammelt, er werde sich also schnell einleben.

Der 35-Jährige tritt die Nachfolge von Andreas Sturm an, der im Juni zum Generalvikar berufen wurde. Zuvor war Zamilski neben Bexbach auch in Edenkoben und zuletzt in Landau tätig. Das es ihm nicht leicht gefallen ist, von dort wegzugehen, gibt er frei heraus zu. Er hat sich in Landau sehr wohl gefühlt. Mit seiner offenen und direkten Art trifft der „Pfälzer“, wie immer wieder scherzhaft angemerkt wurde, unter den St. Ingbertern auf große Begeisterung. Nach den doch eher kurzen Amtszeiten seiner beiden Vorgänger wünscht sich die Gemeinde jemanden, der länger bleibt. Und doch ist man vor einem Neubeginn auch immer etwas unsicher. Das verflog aber spätestens gestern.



„Da haben wir noch mal Glück gehabt“, scherzt Oberbürgermeister Hans Wagner bei seiner Begrüßungsrede. Nach dem gemeinsamen Gespräch mit Zamilski vergangene Woche ist er von dessen Ideen überzeugt. „Zusammenarbeit ist das Wichtigste schlechthin“, betonte Wagner. Die Aufgaben, die Zamilski erwarten sind vielfältig. In St. Ingbert gibt es sieben Kirchengemeinden, die auf gutem Weg zu einer Großpfarrei seien, so Carsten Neuheisel, Vorsitzender des Pfarreirates. „Wir sind eine vielfältige und lebendige Pfarrei“, sagte er. „Aber es muss auch die eine oder andere Veränderung stattfinden.“ Dafür sei Zamilski genau der Richtige. „Er ist weltoffen und hat die Gegenwart im Auge.“ Genau das, was die Kirche jetzt brauche.

Dem stimmte auch Ortsvorsteher Ulli Meyer zu. Besonders freut ihn, dass Zamilski auf die jungen Menschen zugehen möchte. „Wir sind eine Pfarrei, die sich im Zustand der Zusammenarbeit befindet“, sagte er. Ein Zeichen dafür war auch die Begrüßung durch die evangelische Pfarrerin Michelle Scherer. „Ökumene wird in St. Ingbert großgeschrieben“, betonte sie in ihrer Willkommensrede. Sie sei ein fester Bestandteil der Biosphärenstadt und so ist es nicht ungewöhnlich, dass schon bald das nächste Fest ansteht: Das gemeinsame Grillfest der beiden Kirchen am Ende des Monats.

Gemeinsam Zeit verbringen stand auch an diesem Mittag im Vordergrund. Im Pfarrheim wartete im Anschluss an den Gottesdienst bereits ein gemütlicher Empfang, zu dem alle Gemeindemitglieder eingeladen waren. Zamilski bedankte sich zum Schluss nicht nur bei allen Mitwirkenden, den Messdienern, Musikern und Pfadfindern, sondern auch besonders beim Pfarrer seiner Heimatgemeinde in Kaiserslautern sowie bei seiner Familie. Bewegende Worte, zu denen aber auch ein Spritzer Humor gehört: „Danke, dass ihr mich tragt – und manchmal auch ertragt.“

Von jetzt an hat er Zeit, seine neue Gemeinde so richtig kennenzulernen. Neben zwei Bildbänden von Wagner und Neuheisel erhielt er außerdem eine Einladung des Ortsvorstehers zu einem Stadtrundgang.