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Handball
Die SGH muss zum Abstiegskandidaten

St. Ingberts Kapitän Philip Forster  glaubt nicht daran, dass seine Mannschaft noch in den Abstiegskampf der Handball-Saarlandliga rutscht.
St. Ingberts Kapitän Philip Forster glaubt nicht daran, dass seine Mannschaft noch in den Abstiegskampf der Handball-Saarlandliga rutscht. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2
St. Ingbert. Am 22. Spieltag der Handball-Saarlandliga trifft die SGH St. Ingbert auf die HF Illtal. Das Spiel des TV Niederwürzbach fällt aus. Von Lucas Jost

Zum Thema Klassenverbleib zieht Christoph Luck eine alte Weisheit heran: „Eine alte Regel besagt, mit 20 Punkten kann man nicht mehr absteigen.“ Der Trainer der SGH St. Ingbert steht mit seiner Mannschaft nach dem 36:30-Sieg über den TV Merchweiler am vergangenen Sonntag mit 20 Punkten auf einem gesicherten siebten Platz im Mittelfeld der Saarlandliga. Der Abstand nach hinten ist beruhigend, nach vorne geht nicht mehr viel. Ganz anders ist die Lage beim kommenden Gegner. Der heißt Handballfreunde Illtal II und steht mit dem Rücken zur Wand. „Illtal ist aktuell auf einem Abstiegsplatz. Die sind hochmotiviert, gegen uns zu gewinnen, weil es für sie die allerletzte Chance ist, die Klasse zu halten. Wenn das Spiel verloren geht, sind sie wahrscheinlich weg“, analysiert SGH-Kapitän Philip Forster. Sollte es zwei Absteiger geben, wären neben dem feststehenden Absteiger VTZ Saarpfalz II die Zebras betroffen.


Das St. Ingberter Problem war über weite Strecken der Saison mangelnde Konstanz. „Wir schwanken zu viel, unsere Leistungen sind nicht stabil genug. Das zieht sich über die gesamte Saison“, weiß Forster, der deswegen fordert: „Wir müssen so konsequent auftreten wie gegen Merchweiler.“ Die St. Ingberter spielten zuletzt besser, gewannen drei der letzten vier Spiele und unterlagen nur im Derby gegen den TV Niederwürzbach. Eine Formkurve, die gegen den Abstiegskandidaten Bestand haben soll. „Wir sollten durch die Siege mehr Selbstbewusstsein haben. Wir sind jetzt im Mittelfeld und sind ein bisschen befreiter.“ Um ein ähnlich knappes Spiel wie beim 26:25-Erfolg im Hinspiel zu vermeiden, müsse die SGH „nur“ die Leistung abrufen, die in ihr steckt. „Wir müssen in der Abwehr gut stehen. Vorne kein Harakiri und mit Disziplin spielen. Ich glaube, in Merchweiler hatten wir noch keine fünf technischen Fehler. Das wird auch in Illtal das A und O sein. Fehler und Gegenstöße vermeiden.“

Die Spieler des TV Niederwürzbach können sich erholen. Das für Samstag um 18 Uhr geplante Heimspiel gegen die HSG DJK Nordsaar fällt aus, da die Gäste keine Mannschaft stellen können. Das Spiel wird dem TV Niederwürzbach als 1:0-Sieg angerechnet.