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St. Johannes
Die Kirche St. Johannes in Rohrbach wird renoviert

Pfarrer Marcin Brylka und Rosemarie Wagner vom Pfarreirat besichtigen den Fortgang der Malerarbeiten in der Kirche St. Johannes.
Pfarrer Marcin Brylka und Rosemarie Wagner vom Pfarreirat besichtigen den Fortgang der Malerarbeiten in der Kirche St. Johannes. FOTO: Georg Allmannsberger
Rohrbach. Der Innenraum der Pfarrkirche St. Johannes in Rohrbach wird derzeit „aufgefrischt“. „Ein Haus voll Gloriae schauet“, jedoch im Moment nur bei Sicht auf die Kirche von außen, innen ist alle Glorie verpackt, verhüllt in fußballplatzgroßen Nylonplanen. Auch das eindrucksvolle Kreuz, sonst Blickpunkt im Altarraum, nun unter der Verhüllung am Boden nur noch zu erahnen. Eine besondere Schutzverpackung aber erhielt die Klais-Orgel. red

Der Innenraum der Pfarrkirche St. Johannes in Rohrbach wird derzeit „aufgefrischt“. „Ein Haus voll Gloriae schauet“, jedoch im Moment nur bei Sicht auf die Kirche von außen, innen ist alle Glorie verpackt, verhüllt in fußballplatzgroßen Nylonplanen. Auch das eindrucksvolle Kreuz, sonst Blickpunkt im Altarraum, nun unter der Verhüllung am Boden nur noch zu erahnen. Eine besondere Schutzverpackung aber erhielt die Klais-Orgel.


Ohne den gewohnten Anblick von Altar, Bänken, Kreuzweg (1932) und der kunstvoll geschnitzten Beichtstühle, ohne die Pieta aus der Gründungszeit der Kirche oder den Heiligen Pater Pio neben dem Haupteingang, wirkt die Kirche leer, ungewohnt und übergroß. Fast könnte man in der Weite die eifrigen Handwerker übersehen, die in luftiger Höhe am Werkeln sind. Die zahlreichen Farbtöpfe der Maler stehen im ganzen Innenraum verteilt, alle in der gewünschten Einheitsfarbe. Denn, was nur wenige wissen, die Kirche St. Johannes steht unter „Denkmalschutz“, geschützt also auch der Farbton der neu zu streichenden Flächen. Aber nur die hellen Flächen, weil stark nachgedunkelt, sollen gestrichen werden. Die „kleinen Verputzarbeiten“ schienen allein schon vom Hinschauen immer größer zu werden.

Feuchte Flecken, wo der Verputz dringend erneuert werden muss. Insbesondere hoch über dem Marienaltar. Bisher kaum wahrnehmbar, hatte sich hier ein übergroßer nasser Fleck gebildet, welcher nun erst mal vom Außenbereich her repariert werden muss. Dann von innen. Doch damit nicht genug, stellte man am „Petrus-Fenster“ im Chor fest, dass der arme Petrus auf wackeligen Beinen steht. Das Fenster bedarf dringend einer Überholung, bevor eines Tages herabfallende Teile fromme Beter verletzen könnten.



Über all diesen Arbeiten wacht und dirigiert in die richtige Richtung das Planungsbüro Andreas Michaeli und Partner, welche hoffen, bis Ostern die Arbeiten in der Kirche beenden zu können. Bis dahin freut sich Pfarrer Marcin Brylka, in der Kirche St. Konrad in Rohrbach wenigstens eine zweite Kirche zur Verfügung zu haben.

Wer je in seinem Haus eine „kleine“ Reparaturarbeit in Angriff nahm, weiß, dass diese stets einen ganzen Rattenschwanz von Zusatzarbeiten nach sich zieht. Und so ist es auch hier in der Kirche St. Johannes. Die veranschlagten Kosten wachsen und wachsen und ein Endbetrag von etwa 80 000 Euro raubt Pfarrer Brylka nach eigener Aussage seinen Schlaf. Zudem muss dieser Betrag fast gänzlich aus eigener „Rohrbach-Kasse“ bestritten werden, da sich das Bischöfliche Bauamt in Speyer lediglich bereit erklärt hat, für die Arbeit an den Fenstern und den Verputz einen Zuschuss zu gewähren. Doch ein längeres Warten würde lediglich die entstandenen Schäden und die dadurch entstehenden Kosten nochmals vergrößern. Schließlich sind bereits 25 Jahre vergangen seit der Renovierung der Kirche im Jahre 1992 und 123 Jahre seit der Einweihung im Jahre 1895. Damals haben einige Personen Grundstücke verkauft, um einen Beitrag zu den Kosten des Neubaus beizutragen, so hofft nun auch Pfarrer Brylka auf die eine oder andere Spende.