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Die Kirche sollte man im Dorf lassen

Wahl erinnert an Abstimmung in Krim Zum Artikel Traumergebnis für Abbau-Gegner vom 19. März: Die Wahl in Wolfersheim erinnert schon stark an die Abstimmung in und um die Krim.

Putin wäre stolz. Es handelt sich schlicht um eine Farce. Die Grundsätze der allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl wurden grob missachtet. Wo ist die unabhängige notarielle Überprüfung? Stimmzettel sind schnell gedruckt. Ein Kreuzchen noch schneller gesetzt. Unliebsame Zettel werden einfach entsorgt. Am Ende ist es, was es ist: Eine vorwahlkampfliche Luftnummer der Wolfersheimer Zirkustruppe. Die schweigende Mehrheit der Bürger reibt sich verwundert die Augen. Was soll auch an einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Kalksteingewinnung schlecht sein? Die Arbeitsplätze vor Ort? Das Material aus der Heimat? Ich fordere die Entsendung von OSZE-Wahlbeobachtern nach Wolfersheim.

Ludwig Weber, Rubenheim

Finger weg von meinem Arbeitsplatz!


Zum gleichen Artikel:

Bevor ich im Steinbruch in Rubenheim Arbeit fand, war ich arbeitslos. Mit 58 Jahren als Lkw-Fahrer eine Arbeit zu finden ist schwer. Ich bin froh, dass ich in meinem Alter einen guten Arbeitsplatz vor Ort bei der Firma Naturprodukte Rubenheim erhalten habe und kann auch die Kritik am Steinbruch nicht verstehen. Es werden Kalksteine aus der Erde gegraben, gebrochen und in der Region verkauft. Mehr nicht. Von einigen Leuten wird aber gemacht, als handele es sich um eine Mülldeponie oder ein Atomkraftwerk. Die Vertreter der Politik und die Mitbürger sind gut beraten, diesen Personen nicht nach dem Mund zu reden. Die Menschen in Aßweiler müssen den Verkehr derer ertragen, die ihren Arbeitsplatz in Blieskastel oder Homburg haben. Die Leute aus Ommersheim müssen auch den Verkehr derer ertragen, die ihren Arbeitsplatz in Saarbrücken haben. Mein Arbeitsplatz ist Rubenheim und bringt eben auch Verkehr mit sich. Dafür fordere ich auch Verständnis. Lasst die Finger von meinem Arbeitsplatz. Oswald Peifer, Erfweiler-Ehlingen

Die Kirche sollte man im Dorf lassen

Zum Artikel "Nein zu mehr Schwerlastverkehr" vom 15./16. März:

Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit (Kalk) Steinen werfen. Erfweiler-Ehlingen hat das Gewerbegebiet "Große Heide" direkt vor Aßweiler. Hier entsteht mehr Schwerlastverkehr, welcher über die B 423 durch Aßweiler führt, als durch Erfweiler-Ehlingen. Die Lkw aus Erfweiler-Ehlingen gehen aber im starken Verkehr auf der B 423 durch Aßweiler unter. Wenn Aßweiler Bürger so reagieren würden wie die in Erfweiler-Ehlingen, könnte kein Bus Erfweiler-Ehlingen erreichen. Lassen Sie in Erfweiler-Ehlingen bitte die Kirche im Dorf. Ziehen sie nicht das "Golddorf" in eine Ecke, die in Mandelbachtal keiner haben will.

Klaus Lang, Mandelbachtal