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Fußball
Die Euphorie am Leben halten

ROHRBACH. Aufsteiger SV Rohrbach ist stark in die Fußball-Saarlandliga gestartet. In drei Heimspielen hat der SV sieben Punkte gewonnen. Nun kommt das erste Auswärtsspiel Von Stefan Holzhauser

Wenn man sich vor der Saison bei den Experten der Fußball-Saarlandliga umhörte, tauchte immer wieder ein Name bei den möglichen Abstiegskandidaten auf: SV Rohrbach. Allerdings hat der Aufsteiger einen klasse Saisonstart hingelegt. Zunächst wurde die SpVgg. Quierschied mit 2:0 bezwungen, ehe es ein 1:1 gegen den Oberliga-Absteiger FV Eppelborn gab. Und am vergangenen Samstag ist dann der Elf von Trainer Rüdiger „Rü“ Pfeifer sogar ein echter Husarenstreich gelungen. Der Liganeuling lag bei extrem heißen Temperaturen gegen die SV Elversberg II bis in die Schlussphase der Partie hinein schier aussichtslos mit 0:2 zurück, um dann doch noch mit 3:2 zu triumphieren.


Die Rohrbacher Mannschaft hat in den ersten drei Spielen einen topfitten Eindruck hinterlassen. Es scheint so, als könne der Aufsteiger 90 Minuten lang hohes Tempo gehen. Außerdem haben sich die Rohrbacher auch überraschend schnell an ihr neues Spielsystem gewöhnt. Trat man in der Verbandsliga Nordost meist noch spielbestimmend und mit viel Ballbesitz auf, lautet nun die Devise, erst einmal den Gegner kommen zu lassen. Der Liganeuling will den anderen Mannschaften nicht ins offene Messer rennen.

Die ersten drei Spiele fanden allerdings alle in den heimischen Königswiesen statt. Am Samstag muss nun der aktuelle Tabellenvierte erstmals auswärts antreten. Die Rohrbacher sind dann um 15.30 Uhr auf ungewohntem Kunstrasen bei den auf Rang elf platzierten SF Köllerbach zu Gast. „Ich erwarte die Köllerbacher in dieser Saison unter den ersten Sechs. Das ist eine erfahrene Mannschaft, die seit vielen Jahren zum festen Inventar der Saarlandliga gehört“, sagt der Rohrbacher Spielausschuss-Vorsitzende Renzo Ortoleva. Die Köllerbacher würden über viele gute Einzelspieler verfügen.



SV-Schlussmann Yannik Dettweiler ist in den beiden nächsten Spielen privat verhindert. Ihn wird Tobias Diemer ersetzen. „Wir wissen ganz genau, was wir an Tobi haben und vertrauen ihm zu 100 Prozent“, betont Ortoleva. Die bisher erreichten Punkte seien alles Zähler gegen den Abstieg. Man versuche nun, die Euphorie möglichst lange aufrecht zu halten.