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Die Brücke als Fest-Verbindung

Die Stände in der Rue Principale von Frauenberg waren beim deutsch-französischen Brückenfest am vergangenen Samstag gut besucht. Foto: Jörg Martin
Die Stände in der Rue Principale von Frauenberg waren beim deutsch-französischen Brückenfest am vergangenen Samstag gut besucht. Foto: Jörg Martin FOTO: Jörg Martin
Habkirchen/Frauenberg. Seit 1984 gibt es alle zwei Jahre das deutsch-französische Freundschaftsfest mit der Brücke als Verbindung: 17 Vereine hatten ihre Stände aufgebaut und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kam zur Eröffnung. Von SZ-MitarbeiterJörg Martin

Das Brückenfest kennzeichnet eine positive Doppeldeutigkeit: Für die einen ist es die Veranstaltung, die nur alle zwei Jahre stattfindet und die Orte Habkirchen und Frauenberg durch eine Feier miteinander verbindet. Somit hat es alleine deshalb das Attribut des Besonderen. Für die anderen ist es das deutsch-französische Freundschaftsfest, welches 1984 erstmalig veranstaltet wurde, um die Beziehungen zwischen den Bewohnern der beiden Länder zu intensivieren. Irgendwie stimmt beides.

Bei der 16. Auflage der Veranstaltung am zurückliegenden Wochenende gab es aber auch etwas in Frauenberg, was in unserer Ecke Seltenheitswert hat. Man kann es umschreiben mit einer Mischung aus Urlaubsgefühl in einem südfranzösischen Dorf und mediterranem Feeling. Da sind die Franzosen alleine wegen des idyllischen Dorfplatzes Saint Jacques im Vorteil. Der spendete bei der Gluthitze am Samstag vor allem eines: angenehmen Schatten. Die Temperaturen sorgten auch beim Grillschinkenstand nebenan für Einsamkeit. Anders war es weiter vorne in der Hauptstraße vor dem Lokal "Dame Montagne". Dort gab es zu Pop und Soul vom Duo "Styl` Paradise" leckeren Flammkuchen. Doch auch hier: Deftiges wie das Kesselgulasch mit Spätzle waren eben nicht heiß begehrt. Schlangen dafür wieder in Richtung Freundschaftsbrücke: Merguez und Pizza waren irgendwie leichter zu genießen. Zur "Maffiatorte" passte auch der Italo Pop auf deutscher Seite, mit dem Duo "Zweiklang" (Angela Branca und Andy Pink) am Zollmuseum. 17 Vereine hatten an beiden Tagen dies- und jenseits der Grenze ihre Stände aufgebaut. Und auch hier trotzten die Salate dem Spießbraten.

Alles lief wegen des Hochsommers anders. So ähnlich ging es auch der Schirmherrin. Annegret Kramp-Karrenbauer musste den Fassanstich am Zollmuseum wiederholen, da der Zapfhahn nicht weit genug von ihr in das Fass getrieben worden war. "Hier weiß man, wie deutsch-französische Freundschaft geht", hatte die Ministerpräsidentin zuvor bei der Eröffnung die Veranstalter gelobt.

Die Feier wurde von Kindern des Kindergarten Habkirchen-Frauenberg (Leitung: Karola Knerr) und dem Fanfarenzug St. Pierre aus Remelfing mitgestaltet. Die Musiker hatten bereits den Umzug von Frauenberg aus über die Brücke nach Habkirchen zusammen mit Kindern angeführt.

Die "Fête du Pont" war wegen ihrer Gegensätze hinsichtlich der Witterung, nahezu ganztägiger Regen am Sonntag, charakteristisch. Aber nicht nur: Für die Kleinen war die französische Seite in manchen Bereichen ein Jahrmarkt. In Habkirchen gab es dafür ein "Mini-Riesenrad" und den Zauberer. Und die Brücke verband alles miteinander.

mandelbachtal.de