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Handball
„Derby heißt, alles in die Wagschale werfen“

Merchweiler/Niederwürzbach/St.Ingbert. TV Merchweiler empfängt HSG Dudweiler/Fischbach bei deren Saisonstart. Die St. Ingberter Klubs spielen zu Hause. Von Lucas Jost

Ein kleines Fragezeichen steht vor dem kommenden Spiel des TV Merchweiler. Am dritten Spieltag der Handball-Saarlandliga treffen die Panther am Sonntag um 18 Uhr in der Allenfeldhalle im letzten Spiel des Wochenendes auf die HSG Dudweiler/Fischbach. Die Gäste hatten an den ersten beiden Wochenenden frei und starten am Sonntag erst in die Saison. Einblicke in ihr Spiel konnte Merchweiler also bisher nicht gewinnen. Tobias Ranft, Rückraumspieler beim TVM, glaubt, dass er den kommenden Gegner dennoch einschätzen kann: „Grundsätzlich hat sich die Mannschaft nicht so arg viel verändert“, sagt Ranft. Dudweiler war 2017 in die Verbandsliga abgestiegen, hat seitdem aber kaum am Kader geschraubt und den direkten Wiederaufstieg geschafft. Ranft: „Es ist ein Derby. Da ist ganz egal, wer kommt, da muss man nicht viel über den Gegner nachdenken. Derby heißt, alles in die Wagschale werfen. Und, dass nur ein Sieg zählt.“ Der Gegner sei, trotz der Tatsache, dass er als Aufsteiger einen gewissen „Welpenschutz“ genießt, allemal konkurrenzfähig. „Ich glaube, dass sie mit dem Abstieg nicht viel zu tun haben werden. Die Mannschaft hat das Potenzial, in dieser Klasse im Mittelfeld zu spielen“, sagt Ranft. Er weiß, was seine Mannschaft zu tun hat, um zu Hause zu punkten: „Wir haben es bisher noch nicht geschafft, 60 Minuten konstant durchzuspielen. Im ersten Spiel war es eine Viertelstunde, im zweiten Spiel eine halbe. Wenn wir das über 60 Minuten schaffen, dann ist auch jeder Gegner schlagbar“, prophezeit der mit 13 Toren bisher erfolgreichste Torjäger der Panther. Abschließend mahnt er: „Die Abschlussquote muss sich verbessern. Und wir hatten zu viele unnötige Zeitstrafen.“


Ebenfalls zu Hause werden die SGH St. Ingbert und der TV Niederwürzbach antreten. Die SGH, Tabellensiebter mit 2:2 Punkten, empfängt bereits am Samstag um 19 Uhr die HG Saarlouis 2 in der Ingobertushalle (10. Platz, 1:3), deren Spielstärke immer massiv vom vorhandenen Spielerpersonal abhängig ist. Der TV Niederwürzbach erwartet eine Stunde zuvor den Saarlandliga-Fünften HC Schmelz um Rückraum-Schützen Christian Weber in der Würzbachhalle. Gegen die zweitstärkste Abwehr des vergangenen Jahres wird der TVN beweisen müssen, ob es ihm auch ohne die Leffer-Brüder gelingen wird, in die sehr defensive 6:0-Abwehr Lücken zu reißen.