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Ortsrat
Spielspaß auch für die Kleinsten gewünscht

 Der Spielplatz am Ende der Triftstraße soll gerade für kleinere Kinder attraktiver werden, wünscht sich neben Anwohnern auch der Ortsrat.
Der Spielplatz am Ende der Triftstraße soll gerade für kleinere Kinder attraktiver werden, wünscht sich neben Anwohnern auch der Ortsrat. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Der Ortsrat St. Ingbert-Mitte besichtigte auch den Spielplatz am Ende der Triftstraße. Von Cornelia Jung

St. Ingbert verjüngt sich – es gibt wieder mehr Kinder. Das führt dazu, dass in Stadtvierteln, in denen bisher eher die ältere Generation zu Hause war, durch Verkauf von Wohneigentum vorwiegend junge Familien einziehen. Für diese werden natürlich auch die in der Nähe gelegenen Spielplätze wieder interessant, die vorher eher ein Schattendasein führten. Deshalb kommen Anwohner zunehmend auf den Ortsrat zu mit der Bitte, diese Bereiche aufzuwerten. Vor einigen Tagen stattete der Ortsrat deshalb dem Spielplatz am Ende der Triftstraße einen Besuch ab. Ein Anwohner, der seine Kindheit in dieser Gegend verbracht hat und nun mit seiner Familie wieder dahin zurückgekehrt ist, gab Auskunft über die Entwicklung des Geländes und schwärmte davon, wie er als kleiner Junge mit seinen Kameraden durchs Unterholz gestromert ist. Auch heute noch könne man an den Ufern des nahe gelegenen Mäusbachs gut Verstecken spielen und Räuberhöhlen bauen.


„Der beste Spielplatz ist immer noch der Wald“, sagte Ortsvorsteher Ulli Meyer. Aber man dürfe auch die Kleinsten nicht vergessen, sagte der Anwohner: „Wir haben in der Straße viele kleine Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren. Für sie müsste hier etwas gemacht werden. “ Der nächstgelegene Spielplatz oberhalb des Zechenhauses sei keine Option, weil in einem „grauseligen“ Zustand. Christian Lambert von der Stadt bestätigte, dass die Geräte in der Triftsstraße, zu denen zwei Schaukeln, ein Spielturm und ein Wipptier gehören, in die Jahre gekommen sind und kleinkindgerecht aufgestockt werden müsse. Die Schaukel sei geflickt, ein Gerät bereits abgebaut worden. „Den Spielturm müssten wir sowieso in drei bis vier Jahren ersetzen. In diesem Haushalt ist ohnehin kein Geld dafür da, aber sicherlich im nächsten“, so Christian Lambert. Ein neues Wipptierchen sei aber als erste Maßnahme kein Problem. Thema war außerdem, wie beim Spielplatz in der Schnapphahner Dell auch, die derzeitige Umrandung des Sandkastens mit großen Sandsteinquadern. Diese stellten aus Sicht des dort wohnenden Familienvaters ein Sicherheitsrisiko dar, wenn ein Kind darauf stürze. Gefährlich werde es vor allem dann, wenn sich die steinerene Umrandung mit Moos überziehe. Hier sagte Lambert einen Austausch mit einer langlebigen Kunststoffumrandung in Holzoptik zu. Zwar sprach sich Ortsratsmitglied Bodo Marschall (Die Grünen) später in der Sitzung aus ökologischen Gründen gegen diese Lösung aus, die auch einer Biosphärenstadt nicht gut zu Gesicht stünde. Er plädierte für den nachwachsenden Rohstoff Holz als Material mit der Begründung „wir leben im 21. Jahrhundert und sollten doch vom Plastik wegkommen“. Doch er wurde vom Rest des Gremiums überstimmt. Des Weiteren sagte der Anwohner, der Platz, der sich wegen seiner Lage in einer Sackgasse perfekt als Ort zum Spielen eigne, werde immer mehr als Treffpunkt der Mütter genutzt, wo sich diese austauschen. Das Aufstellen eines Tisches und einer weiteren Bank sei deshalb sinnvoll. Der Ortsrat sagte seine Unterstützung bei der Aufwertung des Spielplatzes zu. Das freute auch den Anwohner: „Wenn sich St. Ingbert Familienstadt nennen will, muss einfach was passieren. Auch weil sich hier gerade ein Strukturwandel vollzieht und immer mehr junge Familien dazukommen.“