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Kuckucksmarkt
Der Kuckucksmarkt bot Besuchern Genuss und Lebensgefühl

Zahlreiche Besucher testeten die Angebote beim dritten Kuckucksmarkt, der am Samstag auf dem Hasseler Marktplatz stattfand.
Zahlreiche Besucher testeten die Angebote beim dritten Kuckucksmarkt, der am Samstag auf dem Hasseler Marktplatz stattfand. FOTO: Jörg Martin
Hassel. Zum dritten Mal war am Samstag ein Markt mit vielen regionalen Angeboten auf dem Hasseler Marktplatz zu erleben. Von Jörg Martin

„Hier ist es gemütlich, übersichtlich und locker. Vor allem wird am Stand oft über das Verhältnis zwischen Saarländern und Pfälzern gefrotzelt“, beschrieb Simone Süs am Samstag mit einem Grinsen im Gesicht die Stimmung am Stand ihres Mannes Steffen. Der Mann aus Winterbach in der Pfalz stellte zum ersten Mal auf dem Hasseler Kuckucksmarkt auf dem Marktplatz in der Ortsmitte aus. Süs betreibt „Stugge Brauwerkstatt“ und bot auch im St. Ingberter Stadtteil erstmals sein handgemachtes Bier an.


Der Genuss stand im Vordergrund des Marktes, der bereits zum dritten Mal stattfand. Auch am Stand von Honig Wenzel war man voll des Lobes für die Kundschaft. Hier sei es ruhiger, dafür aber angenehmer und freundlicher als auf den Wochenmärkten, meinte eine Mitarbeiterin. Tannenhonig sei, wie sonst auch, stark gefragt. Eine starke Nachfrage habe das Unternehmen aus Niederwürzbach-Seelbach auch nach Propolis zu verzeichnen. Dabei handelt es sich um eine von Bienen hergestellte Masse, die im Stock vor Viren und Bakterien schützen soll – unter anderem auch als Salbe. Wenn man über den Markt flanierte, war ein Punkt ins Auge stechend: Sprüche an den Verkaufsständen, die den Lebensgenuss auf den Punkt brachten. Ob „Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot – ich will Schokolade“ oder „Nähen ist wie zaubern können“: Das Lebensgefühl wurde deutlich zum Ausdruck gebracht. Ob Naturkosmetik aus der Biosphäre wie am Stand der Homburgerin Doris Kratkey oder Reinheimer Wein vom Biosphärenwinzer Ralf Steffen aus Trittenheim, den ein lokaler Händler anbot – man konnte es sich gutgehen lassen in Hassel.

„Mir gefällt vor allem, dass es so schön gemütlich ist. Bei anderen Märkten herrscht immer so eine Hektik. Die mag ich nicht“, freute sich Klaudia Bauer aus St. Ingbert. „Hier finden Sie den Walnussgrappa neben der Ziegenfrikadelle und können dennoch eine Rostwurst essen, wenn sie wollen“, beschrieb Johann Schwamm aus Blieskastel das Angebot des Kuckucksmarktes. „Vielleicht sollte man noch italienische Feinkost beim nächsten Mal hinzunehmen“, hoffte Francesco Di Rosa aus St. Ingbert.



Auch die Kleinen hatten in dieser Zeit ihren Spaß. Entweder konnten sie sich bei der Feuerwehr spielerisch mit einem Wasserschlauch beschäftigen oder beim Malangebot der Floriansjünger künstlerisch betätigen.