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Kinowerkstatt
Der Frieden im Kloster ist zuende

Szene aus „Von Menschen und Göttern“: Die Mönche versorgen bis zu 100 Kranke am Tag in ihrer Krankenstation.
Szene aus „Von Menschen und Göttern“: Die Mönche versorgen bis zu 100 Kranke am Tag in ihrer Krankenstation. FOTO: NFP / NFP Home
HOmburg/St. Ingbert. „Von Menschen und Göttern“ läuft morgen im Seniorenkino der Kinowerkstatt. red

„Von Menschen und Göttern“ erzählt der Film (Frankreich 2010) von Regisseur Xavier Beauvois mit Lambert Wilson, Michael Londsdale, Olivier Rabourdin, Philippe Laudenbach, Jacques Herlin, Loïc Pichon, Xavier Maly und Jean-Marie Frin, der in der Vorweihnachtsszeit am morgigen Mittwoch, 13. Dezember, um 16 Uhr im Seniorenkino in der Kinowerkstatt läuft. „Von Menschen und Göttern“, an realen Ereignissen orientiert, zeigt das Leben von acht betagten Mönchen in einem Kloster im algerischen Gebirge in den 1990er-Jahren. Zwischen ihnen und der muslimischen Dorfbevölkerung herrscht eine friedliche Koexistenz, die Mönche helfen unter anderem medizinisch und wenn behördliche Dinge zu regeln sind.


Jean-Marie Rouart, ein französischer Schriftsteller, der das Kloster besucht hat, bevor es aufgegeben wurde, hat es so beschrieben: „Das Kloster lag umgeben von Palmen, Mandarinenbäumen und Rosenstöcken, dahinter die verschneiten Berge des Atlas. Es gab beim Kloster eine klare Quelle, die den Garten bewässerte, es gab Vögel, Federvieh, Esel, lauter Leben. Die Menschen, die hier lebten, waren von allem weit entfernt und zugleich doch nah am Essentiellen: an der Schönheit, am Himmel, an den Wolken.“

In einer kalten Nacht im März 1996 aber, auf dem Gipfel des algerischen Bürgerkriegs, wurden die Türen des Klosters aufgesprengt. Etwa zwanzig bewaffnete Männer drangen in den Wohntrakt ein und entführten sieben französische Mönche. Eine islamistische Terrorgruppe hatte sich der Region bemächtigt, der dieses „Leben im Unglauben“ ein Dorn im Auge war...