| 20:46 Uhr

Abertus-Magnus-Realschule
Den Schlüssel für die Zukunft in Händen

Die zehnten Klassen der Albertus-Magnus-Realschule verabschiedeten sich bei einer Feier in der Stadthalle von ihrer Schulzeit.
Die zehnten Klassen der Albertus-Magnus-Realschule verabschiedeten sich bei einer Feier in der Stadthalle von ihrer Schulzeit. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. 87 Schülerinnen und Schüler der St. Ingberter Albertus-Magnus-Realschule feierten ihre erfolgreichen Abschlüsse entsprechend.

Jede und jeder der 87 Schülerinnen und Schüler der Albertus-Magnus-Realschule wird mit einem eigenen Schlüssel eine eigene Tür in die Zukunft aufschließen, sagte Marc Gothe ihnen voraus. Damit bezog sich der stellvertretende Schulleiter bei der Abschlussfeier der 10. Klassen auf das Motto „Eine Tür geht zu – eine andere öffnet sich“ des vorangegangenen Gottesdienstes und musste mit seiner Voraussicht kein Wahrsager sein. Denn so individuell wie die Schüler werden auch ihre Lebensentwürfe und -wege sein.


Mit welchen unterschiedlichen Talenten, Begabungen und Neigungen sie ausgestattet sind, davon gaben sie auf ihrer Feier einen eindrucksvollen Beweis ab. Die Absolventen der vier Zehner zeigten einen Film über ihre Lehrer, den sie selbst gedreht hatten, sie tanzten, sangen und musizierten. In der Stadthalle verfolgten alle Gäste und die Schulkameraden, was sich vorn auf der Bühne tat. Sie waren, um im Jargon der Rede von Schulleiter Thomas Bonerz bleiben, die Follower. Er hatte sich nämlich, ausgehend von neuen Berufsbezeichnungen, die es vor dem Aufkommen der sozialen Medien überhaupt noch nicht gab, mit „Influenzern“ und „Youtubern“ auseinandergesetzt. Menschen, die im Internet eine Nische fänden und anderen ihr spezielles Wissen darüber vermittelten.

Wie Bonerz ausführte, könne nur ein verschwindend geringer Teil dieser, auf andere Einfluss nehmenden Netzwerker davon auch leben. Also sei dies wohl keine erstrebenswerte Profession, zumal man von der Gunst fremder Menschen abhängig sei. Unmengen an Daten, Bildern und Filmen würden minütlich ins Netz hochgeladen, ein Unding alles zu konsumieren. Influenzer zu sein ist also ein harter Job. Doch auch dieser kocht nur mit Wasser und man könne von einem Erfolgreichen in dieser Branche auch lernen, wie man auf sich aufmerksam mache. „Seht die Zukunft nicht als rotierendes Chaos, sondern als Möglichkeit, diesem Chaos euren Stempel aufdrücken zu können und es für euch nutzbar zu machen“, gab er den Empfängern der Reifezeugnisse mit auf ihren Weg, „glaubt mir, je mehr ihr wisst, umso mehr werdet ihr in der Lage dazu sein. Entwickelt euren Bildungsstand so hoch wie möglich, damit ihr nicht Verlierer der gewaltigen Umwälzungsprozesse werdet.“



Wissen aneignen sei mühevoll, aber Google-Wissen helfe bei einem aktuellen Problem nur kurzfristig. Um Fake News zu erkennen, brauche man belastbares Grundwissen. Diese Basis sei an der AMR gelegt worden und finde ihren vorläufigen Höhepunkt im Erreichen des Mittleren Bildungsabschlusses. Seine Gratulation ging an alle erfolgreichen Schulabgänger, von denen 39 durch die von ihnen erbrachten Leistungen die Möglichkeit haben, die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. „Geboren um zu leben – für den einen Augenblick“ - diese Liedzeile suchte sich Elternsprecherin Kerstin Zürn als Ausgangspunkt für ihre Abschiedsrede aus. Es habe viele dieser Momente, traurige und schöne, gegeben, die aus den ehemaligen Fünftklässlern das gemacht hätten, was sie heute seien. In Erinnerung bleiben werden wohl die positiven Dinge, wie den Worten der Schülersprecherin Laura La Greca zu entnehmen war: „Wir hatten meistens eine fröhliche Schulzeit.“ Sie nehme aus diesem Lebensabschnitt das respektvolle Miteinander mit..