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Stadtrat St. Ingbert
Das Juz soll die Disco-Lücke schließen

Auch junge St. Ingberter gehen gern aus. Einhellig sind sie der Meinung, dass die Mittelstadt ein recht dürftiges Amüsier-Angebot bietet. Foto: dpa
Auch junge St. Ingberter gehen gern aus. Einhellig sind sie der Meinung, dass die Mittelstadt ein recht dürftiges Amüsier-Angebot bietet. Foto: dpa FOTO: Martin Schutt / dpa/dpaweb
St. Ingbert. In St. Ingbert fehlt ein Discoangebot für Jugendliche. Dieser Meinung waren die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales, als diese in ihrer Sitzung Ende des vergangenen Jahres das Jugednbüro dazu aufforderten, sich mit dem Verein Jugendzentrum (Juz) über die Durchführung solcher Veranstaltungen in Verbindung zu setzen.

In St. Ingbert fehlt ein Discoangebot für Jugendliche. Dieser Meinung waren die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales, als diese in ihrer Sitzung Ende des vergangenen Jahres das Jugendbüro dazu aufforderten, sich mit dem Verein Jugendzentrum (Juz) über die Durchführung solcher Veranstaltungen in Verbindung zu setzen.



Die Jugendpfleger der Stadt haben das Anliegen den Jugendlichen des Juz in dessen Vollversammlung im Januar vorgetragen. Dabei wurde der Vorschlag positiv aufgenommen und signalisiert, entsprechende Tanzveranstaltungen im Auftrag der Stadt anbieten zu wollen. Voraussetzung sei aber die Anschaffung oder die Möglichkeit der Ausleihe von entsprechender Technik. Denn die veraltete und teilweise defekte Musikanlage im Juz müsste ausgetauscht werden, ein Mixer und mehrere Geräte für Lichteffekte fehlten in der Pfarrgasse ebenfalls und müssten für eine Disco angeschafft werden. An den Anschaffungskosten will sich die Stadt als Kooperationspartner beteiligen. Mittel dafür stünden im Haushalt zur Verfügung.

Mit Hilfe der neuen Technik hätte das St. Ingberter Juz obendrein die Möglichkeit, auch Konzertveranstaltungen mit Bands, die über keine eigene Soundanlage verfügen, durchzuführen. Darüber hinaus hat sich der Dachverband der Saarländischen Jugendzentren „juz-united“ bereit erklärt, das Jugendzentrum in Zusammenarbeit mit dem Jugendbüro St. Ingbert bei der Durchführung von DJ-Workshops zu unterstützen.

„Ich finde es erfreulich, dass die neue Mannschaft neue Wege geht“, sagte Oberbürgermeister Hans Wagner am Dienstagabend in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales. Bis jetzt habe das Juz eher ein Schmuddelimage, inzwischen nehme die Jugendeinrichtung aber durch die Umsetzung vieler Ideen eine gute Entwicklung, so der OB. Der Jugendpfleger Jörg Henschke sprach von einer Win-Win-Situation: „Die Stadt hätte ein Disco-Angebot und das Juz die Technik, die auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann.“ Einige Ausschussmitglieder wollten wissen, ob der Beirat des Juz schon in die Diskussion einbezogen sei und ob es schon ein belastungsfähiges Konzept gebe. Beides wurde verneint, da es bisher lediglich Willensbekundungen von beiden Seiten gebe und der Ausschuss nur darüber informiert werden sollte, dass es in diese Richtung Gespräche und Pläne gibt. Auf Gegenliebe stieß die Idee einer „städtischen“ Jugenddisco im Ausschuss aber allemal.

Das Juz St. Ingbert.
Das Juz St. Ingbert. FOTO: Kerstin Keller