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Ortsrat St. Ingbert
Das Feuerwehrgerätehauses wird schrittweise umgebaut

Alex Beck und die Vertreter der Feuerwehr Jochen Schneider, Wolfram Zintel und Nico Wagner (von links) informierten den Ortsrat über am Gerätehaus erfolgte Arbeiten und Baumaßnahmen, die noch ausstehen.
Alex Beck und die Vertreter der Feuerwehr Jochen Schneider, Wolfram Zintel und Nico Wagner (von links) informierten den Ortsrat über am Gerätehaus erfolgte Arbeiten und Baumaßnahmen, die noch ausstehen. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Die durch das Unwetter beschädigte Decke ist bereits repariert worden, andere Arbeiten wie der Umbau der Küche stehen noch aus.

In der letzten Zeit hatten die Kameraden der Feuerwehr gut zu tun. Hilfseinsätze beim Unwetter, Bränden und Unfällen ließen die Ehrenamtler des Löschbezirks St. Ingbert-Mitte kaum zur Ruhe kommen. Um so wichtiger ist es, „gezielt die Arbeitsmöglichkeiten der Feuerwehrleute zu verbessern“, sagte Ortsvorsteher Ulli Meyer nach einem Vor-Ort-Termin im Feuerwehrgerätehaus, der im Rahmen der jüngsten Ortsratssitzung stattfand.


Löschbezirksführer Wolfram Zintel informierte über den Ist-Zustand und gab auch Ausblicke auf noch dringend zu erledigende Arbeiten. Gerade in den letzten Wochen habe sich im Gerätehaus einiges getan. So waren infolge des Unwetters Teile der Decke im Durchgangsbereich heruntergebrochen, die repariert wurden. An den sanitären Anlagen der Männer wurde nachgebessert, bei einem Teil des Gerätehauses wurden die kaputten Fliesen gegen einen weniger rutschigen Boden ausgetauscht. Doch noch stehen wichtige Arbeiten aus, so an den Damentoiletten, die ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Eine Stiefelwaschanlage soll entstehen, die Beleuchtung muss ausgetauscht, die Küche umgebaut und der dortige Wasserschaden beseitigt werden. Vor allem sei es wichtig, all die bereits vor Jahren festgesetzten dringend notwendigen Arbeiten anzugehen.

„Das ist für die Motivation der Kameraden enorm wichtig“, weiß Zintel. „Es kommt so rüber, als würden wir hier zu wenig tun“, wehrt sich Alex Beck gegen den Eindruck, der bei der Schilderung der Kameraden entstehen könnte, „dem ist aber nicht so.“ Das belegte der Leiter der Abteilung Gebäudemanagement mit Zahlen. Allein 465 000 Euro seien in den letzten vier Jahren an reinen Materialkosten in das Feuerwehrgerätehaus geflossen, 160 000 Euro davon allein für die Erneuerung des kompletten Daches. Damit und mit dem Austausch der Tore sei die Halle nun auf einem energetisch hohen Stand. Da die Feuerwehrleute aktiv an den Arbeiten mitgewirkt hätten, habe man einiges an Personalkosten eingespart. Es stünden noch Baumaßnahmen aus, die sich auch aufgrund des Alters des Gerätehauses, rund 30 Jahre, ergeben. Beck bat um Verständnis, dass alles sukzessiv angegangen werden müsse, denn in seiner Abteilung müssten allein zusätzliche 700 000 Euro für die Beseitigung von Hagelschäden abgebildet werden. „Dadurch sind wir in Verzug gekommen“, berichtet er. „Es sollte prioritär das angegangen werden, was die Verbesserung der Situation der Feuerwehrleute betrifft“, wünschte sich Ortsvorsteher Ulli Meyer mit Verweis darauf, dass allein durch die Unwetter Anfang Juni die Belastungstage bei den Kameraden überschritten wurden. „Die Überlastungsgrenze ist bei uns ebenso erreicht“, entgegnete daraufhin der Verwaltungsmitarbeiter, „wir sind auch an Finanzzwänge gebunden.“