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Aus den Händen des Bundespräsidenten
Ex-Landrat Lindemann erhält Verdienstorden

Clemens Lindemann.
Clemens Lindemann. FOTO: Thorsten Wolf
Saarpfalz-Kreis/Berlin. Der Barbaratag am Dienstag war für Clemens Lindemann diesmal etwas ganz Besonderes. Der ehemalige Landrat des Saarpfalz-Kreises durfte sich über eine bemerkenswerte Würdigung freuen: den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Unter dem Motto „Zukunft braucht Erinnerung“ zeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich des Tages des Ehrenamtes 14 Frauen und 14 Männer damit für ihr „herausragendes Engagement für die Gedenk- und Erinnerungskultur in Deutschland“ aus.


Die Geehrten kommen aus allen Bundesländern, sowie aus Frankreich und der Tschechischen Republik. Sie setzen sich für das Gedenken an Unrecht und Diktatur ebenso ein wie für die Erinnerung an die deutsche Freiheits- und Demokratiegeschichte, hieß es dazu vom Bundespräsidialamt.

Lindemann wird für sein Engagement in der Siebenpfeiffer-Stiftung geehrt. Im politischen Vormärz war der Homburger Landkommissär Philipp Jakob Siebenpfeiffer bekanntlich ein mutiger Streiter für die Pressefreiheit und zählte 1832 zu den Initiatoren des Hambacher Festes. Mehr als 150 Jahre später sei dann Lindemann zum Landrat des heutigen Saarpfalz-Kreises gewählt worden, so das Bundespräsidialamt zum Hintergrund.



Mit großem Engagement habe sich Lindemann der Aufgabe angenommen, an seinen bedeutenden Amtsvorgänger zu erinnern. Seit 1987 werde dank seiner Initiative der Siebenpfeiffer-Preis an Journalistinnen und Journalisten verliehen, die engagiert und furchtlos für Freiheit und Demokratie eintreten. 1989 gründete Clemens Lindemann als Landrat zudem die Siebenpfeiffer-Stiftung, der er bis 2015 vorstand. Die Stiftung sei ein Beispiel dafür, welchen wichtigen Beitrag auch „Kommunen zur Pflege unserer Demokratiegeschichte“ leisten können, so Lindemann.