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Event-Samstag
Bunte Vielfalt mit Hip-Hop und Rap

Rapper Manu Meta faszinierte am Samstag besonders die jungen Besucher mit seinen eigenen Songs.
Rapper Manu Meta faszinierte am Samstag besonders die jungen Besucher mit seinen eigenen Songs. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Bei bestem Frühlings­wetter zog es am Samstag zahlreiche Besucher in die St. Ingberter Innenstadt. Hier gab’s Musik und viele weitere Darbietungen.

Der erste Veranstaltungs-Samstag des Stadtmarketings St. Ingbert hätte es mit dem Wetter nicht besser treffen können: Die Stühle der Restaurants und Cafés standen vor deren Türen, und die Besucher waren sozusagen alle Live-Gäste. Zu Beginn wurde mit der Hip-Hop-Tanzgruppe der DJK Sportgemeinschaft und einer Zumba-Gruppe der Frühjahrsmüdigkeit der Kampf angesagt. Die Füße und Beine der Zuschauer im Rund gingen automatisch mit. Doch da gab es noch mehr. Der Rapper Manu Meta machte schon beim Sound-Check auf sich aufmerksam und bezog die Umstehenden in seine Performance mit ein, die das Angebot quer durch alle Altersgruppen dankbar annahmen. Doch nicht jedes Ohr war offen für diese Art Musik. „Der Frühling wird bunt“ hieß das Motto des Samstags und manche werden dem „und laut“ hinzugefügt haben. „So langsam wird St. Ingbert zur Hip-Hop-Festival-Hochburg“, sagte der Musiker angesichts der kleinen Rap-Gemeinde, die in Sichtweite der alten Kirche bei den Rhythmen mitging und die typische Auf- und-Ab-Bewegung der Hand schon ziemlich gut drauf hatte.


„Ich brech’ dir das Tanzbein“, hieß es in einer Textzeile, und Manu Meta deutete bei einer Zuhörerin einen Tritt vors Schienbein an. Aber wenn man diese Sequenz einem Mann nicht übel nehmen konnte, dann war es Manu Meta. „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“, so ein von ihm in die Runde geworfenes Erich-Kästner-Zitat, und man nahm ihm sofort ab, dass er der „Gute“ unter den Rappern ist.

„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden“: Das mochte man dann mit Wilhelm Busch am liebsten den (wenigen) in oder vor den Lokalen entgegnen, die nur das Laute hörten, weil sie sich nicht die Mühe machten, die Texte zu verstehen, und denen es dann stellenweise etwas „zu bunt“ wurde.

„Dabei ist die Bergkapelle ja auch nicht leise, wenn sie hier spielt“, sagte eine Passantin und verwies damit auf die Blasmusiktradition in der Stadt. Bei dieser hätte eben die ältere Generation ihre Freude und man solle dies auch den Jungen zugestehen.

Jedenfalls fand die Gruppe um den Rapper diesen „total cool“. Zum Schluss gab es zur Musik von „We will rock you“ noch einen Klassiker zum Mitmachen. „Ihr habt uns gerockt, aber wir rappen euch“, so Manu Meta zum Abschied.



Nebenan versuchten sich derweil Kinder auf Inline-Skates am Slalom-Parcours, gegenüber konnten an einer großen Leinwand entlang eines extra aufgestellten Bauzauns Graffiti gesprüht werden, was vor allem die Jüngsten ausgiebig nutzten.

Und wem das noch nicht bunt genug war, konnte sich an einem Stand beim Kinderschminken auch selbst beispielsweise in einen farbenfrohen Schmetterling verwandeln. Ein buntes Programm bot darüber hinaus das Kreativcafé „Grüne Neune“ bei seiner Eröffnung mit Zauberern, Musik und Basteleien, und das Juz zeigte jungen Kreativen, wie Siebdruck geht. Es gab alkoholfreie Cocktails und zudem einen Stand mit orientalischen Leckereien.

Das Angebot, mal selbst Graffitis zu sprühen, kam bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Eventsamstages „Der Frühling wird bunt“ in der St. Ingberter Fußgängerzone sehr gut an.
Das Angebot, mal selbst Graffitis zu sprühen, kam bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Eventsamstages „Der Frühling wird bunt“ in der St. Ingberter Fußgängerzone sehr gut an. FOTO: Cornelia Jung