| 20:04 Uhr

Schüler diskutieren mit Spitzenpolitikern
Bundestags-Kandidaten auf den Zahn gefühlt

Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums verfolgten mit Interesse die Politiker-Runde beim SR.
Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums verfolgten mit Interesse die Politiker-Runde beim SR. FOTO: Heike Scholz
Oberstufenschüler des St. Ingberter Albertus-Magnus-Gymnasiums erlebten Politiker-Sendung im SR-Studio und brachten Fragen vor. red

St. Ingbert Wenige Tage vor der Bundestagswahl hatten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Albertus-Magnus-Gymnasiums die Gelegenheit, den saarländischen Spitzenkandidaten im SR-Fernsehen ihre Fragen vorzutragen. Nach Vorbereitung der Begegnung im Unterricht reiste die Gruppe zum Halberg und konnte dort zunächst an einer Führung durch den Sender teilnehmen.



Dabei weckten vor allem die echten Studios das Interesse, aber auch der „Green Room“. Dabei werden Gegenstände oder Personen nachträglich auf einen Hintergrund gesetzt, der eine reale Filmaufnahme oder eine Computergrafik enthält. Nach einem Imbiss ging es anschließend weiter mit der Live-Sendung „Endspurt“. Dort diskutierten die Redakteure Norbert Klein und Roman Bonnaire mit den Kandidaten der Parteien Peter Altmaier (CDU), Heiko Maas (SPD), Markus Tressel (Bündnis90/Die Grünen), Oliver Luksic (FDP), Thomas Lutze (Die Linke) und Christian Wirth (AfD). Die Redakteure hatten Fragen zu den Themengebieten soziale Gerechtigkeit, Wirtschaft und innere Sicherheit vorbereitet. Außerdem arbeiteten sie Zuschauerfragen ein, die per Mail oder per Telefon eingingen. Für die Schülerinnen und Schüler, die vom St. Ingberter Albertus-Magnus-Gymnasium und vom Homburger Saarpfalz-Gymnasium kamen, wurde es immer dann besonders spannend, wenn sie ihre eigenen Fragen vorbringen und konkrete Politiker dabei ansprechen konnten. Allerdings war zu wenig Zeit für alle Fragen. Deswegen war im Anschluss an die Sendung noch ein wenig Gelegenheit, ohne die strengen Regeln einer Live-Sendung auf die Politiker zuzugehen.

„Was wird aus G8? Könnte es uns Schülern helfen, wenn die Bildung in Bundeshand kommt? Wie sehen Sie unsere moralische Verpflichtung angesichts der Abschiebung von Flüchtlingen? Warum dürfen wir als Sechzehnjährige noch nicht wählen? Wie schätzen Sie die Terrorgefahr im Saarland ein? Wie könnte man mittelständische Unternehmen unterstützen? Ist es nicht scheinheilig, selbst einen konventionellen Dienstwagen zu fahren, aber E-Mobilität zu fordern? Wie schätzen Sie die außenpolitische Lage, gerade im Hinblick auf die Türkei, auf Russland und auf Nordkorea ein?“ Das waren nur einige der Themen, die die jungen Leute interessierten. Die Anforderungen des Fernsehens gaben der Veranstaltung für das Publikum auch einen zusätzlichen „Kick“:

Wer hätte gedacht, dass bei jedem eingespielten Video ein Team von Maskenbildnerinnen im Studio Krawatten richtet oder im Scheinwerferlicht glänzende Gesichter nachpudert? Die Schülerinnen und Schüler erlebten einen überraschend spannenden Abend, der das Interesse für die Medien ebenso neu befeuerte wie die Motivation, sich intensiver mit politischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

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