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Bündnis für Weltoffenheit
Bündnis erinnert an Pogromnacht

St. Ingbert. Das St. Ingberter“ Bündnis für Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz“ lädt am Freitag, 9. November, die St. Ingberter Bürger zum Gedenken an die Reichspogromnacht ein. Der 9. November 1938 gilt als Auftakt zur systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. red

Bei dem Pogrom wurden rund 1400 Synagogen, tausende jüdische Geschäfte, Arztpraxen, Betriebe und Wohnhäuser in Deutschland und Österreich binnen weniger Stunden zerstört.


Auch wenn „in unserer Stadt die Synagoge erhalten werden konnte“, hätten dennoch viele Juden St. Ingbert verlassen oder kamen im KZ um, so das Bündnis. „Heute, 80 Jahre nach den Verbrechen der Novemberpogrome, tragen wir Verantwortung für eine Zukunft, in der Menschen sich gegenseitig annehmen, akzeptieren und respektieren. Dies umso mehr, weil Fremdenfeindlichkeit, Hass und Ausgrenzung heute wieder um sich greifen“, heißt in der Einladung zu dem öffentlichen Gedenken.

Schülerinnen und Schüler der „Seminarfachs Antisemitismus“ des Leibniz-Gymnasiums sowie Mitglieder des Bündnisses werden – beginnend an der ehemaligen Synagoge – und dann an den „Stolpersteinen“ vor einigen Häusern, in denen einmal Juden wohnten, mit ausgewählten Texten und Musik an die unselige Zeit der Naziherrschaft erinnern. Anstelle der jährlichen Mahnwache vor der Alten Kirche wird in diesem Jahr die Gedenkfeier in der Alten Kirche enden. Treffpunkt ist am Freitag um 17 Uhr vor der ehemaligen Synagoge (Ecke Josefstaler Straße/ Staugärtenstraße). Die Gedenkfeier in der Engelbertskirche beginnt gegen 18 Uhr.