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Bistum Speyer
Bistum Speyer gibt Ausblick auf seine Arbeit in diesem Jahr

St. Ingbert/Speyer. Mit einer Pressekonferenz hat das Bistum Speyer einen Ausblick auf Themen und Ereignisse gegeben, die das Bistum in diesem Jahr beschäftigen werden. Als Schwerpunkt wurde die aktuelle Situation in der Flüchtlingshilfe beleuchtet. Nach der Neustrukturierung der Pfarreien im Rahmen des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ werden in diesem Jahr die bischöflichen Visitationen der Pfarreien wieder aufgenommen. Das kündigte Bischof Karl-Heinz Wiesemann an. red

Mit einer Pressekonferenz hat das Bistum Speyer einen Ausblick auf Themen und Ereignisse gegeben, die das Bistum in diesem Jahr beschäftigen werden. Als Schwerpunkt wurde die aktuelle Situation in der Flüchtlingshilfe beleuchtet. Nach der Neustrukturierung der Pfarreien im Rahmen des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ werden in diesem Jahr die bischöflichen Visitationen der Pfarreien wieder aufgenommen. Das kündigte Bischof Karl-Heinz Wiesemann an.


Je zwei von den zehn Dekanaten des Bistums werden pro Jahr visitiert, in diesem Jahr die Pfarreien in den Dekanaten Germersheim und Pirmasens. Einen Teil der Visitationen wird Weihbischof Otto Georgens übernehmen. „Die Visitationen dienen der Weiterentwicklung der Diözese, wir Bischöfe kommen als Hörende in die Pfarreien. Wir möchten erfahren, wie die Erstellung des pastoralen Konzepts vorankommt, wo es Schwierigkeiten gibt und was die Pfarreien sich als Unterstützung vom Bischof und dem bischöflichen Ordinariat wünschen“, sagte Bischof Wiesemann. Er verstehe das Bistum als Lerngemeinschaft und die Visitationen als „ein Instrument der Qualitätssicherung, welches den Pfarreien helfen soll, das eigene Handeln zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen“.

Die Erarbeitung der Satzung für eine neue Diözesanversammlung benannte Generalvikar Franz Jung als wichtige Aufgabe für das Jahr 2018. Um eine breite Partizipation zu ermöglichen, werde es vor dem Diözesanen Forum im August eine sogenannte Modi-Phase geben, in der Änderungsanträge eingebracht werden können. Auch die Entlastung der Pfarrer von Verwaltungsaufgaben nannte er als wichtiges Ziel. Dazu soll der Personalschlüssel in den Regionalverwaltungen erhöht werden. Ebenfalls in Vorbereitung sind eine Handreichung des Bistums für die Seelsorge für Wiederverheiratete und die Zertifizierung weiterer Kindertageseinrichtungen mit dem Qualitätsbrief und Gütesiegel des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder.



Zum Beratungsprozess bezüglich der Bildungshäuser St. Christophorus-Haus und Heilsbach kündigte er einen Verfahrensvorschlag an, der zunächst noch mit dem Vorstand des Diözesanen Forums abgestimmt wird. Rund 800 Ehrenamtliche engagieren sich in der Flüchtlingshilfe des Bistums und des Caritasverbandes: Darauf wies Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer hin, der Vorsitzende des Caritasverbandes und Leiter der diözesanen Hilfsaktion „Teile und helfe“. Hinzu kommen 43 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Flüchtlingen vor allem in den Caritas-Zentren auf der Ebene der Dekanate als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. 267 geflüchtete Menschen sind aktuell in kirchlichen Unterkünften untergebracht. „Die Integrationsbemühungen besonders im Bereich der Sprachförderung und der Berufsausbildung stehen weiterhin im Fokus unseres Engagements“, kündigte Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer an. Ebenso hätten die Rechtsberatung und die Familienzusammenführung eine wachsende Bedeutung.