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Kinowerkstatt
Bienen, Honig und vieles mehr

 Der Film "More than Honey" läuft ebenfalls in der Kinowerkstatt. Foto: Senator
Der Film "More than Honey" läuft ebenfalls in der Kinowerkstatt. Foto: Senator FOTO: Senator
Homburg/St. Ingbert. Die Kinowerkstatt zeigt in den kommenden Tagen ausgewählte Filme passend zum „Jahr der Bienen“. red

Es ist mehr als Honig, was die Biene dem Menschen gibt, so auch der Titel des Films „More than Honey“, am heutigen Freitag, 24. November, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt in St. Ingbert zu sehen: Die Stadt St. Ingbert und die Kinowerkstatt präsentieren eine interessante Auswahl von Filmen zum Thema „Bienen“ im Rahmen des „Jahr der Bienen 2017“ noch bis 26. November. Am Sonntag, 26. November, werden ab 16 Uhr im Familienkino verschiedene Kurzfilme gezeigt, moderiert und animiert von Imker Hans-Werner Krick.


Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: Der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln.

Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. „More than Honey“ entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei in seinem Film „More than Honey“ den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.



Die Schweizer Dokumentation „Der Imker“ von Regisseur Mano Khalil mit Ibrahim Gezer, Anita Wyrsch-Gwerder, Max Wyrsch, Barbara Bienz, Nicole Hohl, Viktor Krummenacher und Gabriele Schneider Krummenacher, zeigt den Lebenswillen eines Mannes, der viel verloren, sich jedoch immer seine Leidenschaft für die Bienenzucht bewahrt hat. Zu sehen ist „Der Imker“ am Freitag, 24. November, nur um 20 Uhr

Der Kurde Ibrahim Gezer wurde 1946 geboren und hat seitdem viele Verlust erlitten: Seine Frau und seine Kinder wurden ihm in den türkisch-kurdischen Kriegen genommen. Als er dazu gezwungen war, seine Heimat zu verlassen, musste er auch seine fünfhundert Bienenvölker aufgeben, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdiente. Nun lebt der ehemalige Imker in der Schweiz, spürt noch immer eine große Liebe zur Natur und hat den Glauben an das Gute im Menschen nicht aufgegeben. Hier haust er in bescheidenen Verhältnissen: In einer Wohnung in der Stadt fristet der Asylant sein Dasein und arbeitet am Fließband einer Behindertenwerkstatt. Der Dokumentarfilmer Mano Khalil begleitet Ibrahim dabei, wie der alte Mann seine Leidenschaft zu den Bienen wieder­entdeckt.

Der Film des selbst im syrischen Kurdengebiet geborenen Schweizer Regisseurs Mano Khalil (Unser Garten Eden) wurde auf fast jedem Festival, zu dem er bisher eingeladen war, mit einer Auszeichnung bedacht. „Eine sehr interessante und umfassende Doku. Ich dachte, dass ich wohl alles über das Verhalten der Bienen wusste, aber weit gefehlt“, wie ein Zuschauer nach dem Film gesagt hat.

 Eine Szene aus dem schweizerischen Dokumentarfilm „Der Imker“: Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt diesen Film heute um 18 Uhr.
Eine Szene aus dem schweizerischen Dokumentarfilm „Der Imker“: Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt diesen Film heute um 18 Uhr. FOTO: Bravehearts Institute