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Beistandspakt soll Situation der Pflegenden verbessern

St. Ingbert. Es war fünf Minuten nach 12 Uhr, als am vergangenen Samstag Bettina Altesleben (Geschäftsführerin der DGB Region Saar), Bernd Schumann (Vorsitzender der Verdi-Region Saarbrücken-Trier), Frank Murer (Verdi-Betriebsgruppenvorsitzender des UKS) sowie weitere Vertreterinnen der Einzelgewerkschaften im DGB den Beistandspakt für mehr Pflegepersonal in den saarländischen Kliniken unterzeichneten. Mit diesem Beistandspakt, so Bettina Altesleben, sollte ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem Pflegepersonal und der Gewerkschaft Verdi im Kampf um einen Tarifvertrag Entlastung, für mehr Personal und gute Arbeit gesetzt werden: "Wir wollen eine humane pflegerische Versorgung ohne Gesundheitsschäden für die Beschäftigten im Gesundheitswesen." Zuvor hatte der DGB-Kreisvorsitzende Rainer Tobae auf die Belastungen des Pflegepersonals in den saarländischen Krankenhäusern hingewiesen. Während die Fallzahlen um 14 Prozent stiegen, wurde das Personal um 22 Prozent abgebaut. Pausen können nicht gemacht werden, das Arbeitszeitgesetz wird oft nicht eingehalten, Pflegekräfte werden ständig aus dem Feierabend gerufen. Damit die Pflegenden nicht krank werden und die Patienten gesund werden können, bräuchte man jetzt Entlastung. red