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Fußball
Als Mannschaft zum Klassenverbleib

ROHRBACH. Der SV Rohrbach hat die Fußball-Verbandsliga Nordost endlich hinter sich gelassen. Die Saarlandliga ist nun aber eine sehr große Aufgabe für den SVR. Von Stefan Holzhauser

Beim SV Rohrbach gehört die Fußball-Verbandsliga Nordost der Vergangenheit an, nun ist man Saarlandligist. Der Aufsteiger startet mit einem Heimspiel gegen Quierschied, ehe es nach Eppelborn geht und die SV Elversberg II in Rohrbach zu Gast ist. „Es ist schön, mit einem Heimspiel starten zu dürfen. Für uns gibt es natürlich in der Saarlandliga nur noch schwere Gegner. Eigentlich haben wir nun jede Woche ein Pokalspiel“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende Renzo Ortoleva. Man werde versuchen, das Heimspiel gegen Elversberg aufgrund des Rohrbacher Dorffestes vorzuverlegen.


Für die Rohrbacher geht es vom ersten Spiel nur um den Klassenverbleib. Von daher sei es wichtig, weiterhin die große mannschaftliche Geschlossenheit in die Waagschale zu werfen. Ortoleva erwartet an der Tabellenspitze Mannschaften wie Borussia Neunkirchen sowie den SV Auersmacher. Man habe natürlich gegenüber den allermeisten Mannschaften finanzielle Nachteile. „Aber das ist auch nicht unser Gradmesser. Wir konnten uns in der Sommerpause verstärken. Der Kader ist in der Breite gut aufgestellt. Uns erwartet in der Saarlandliga ein schneller und athletischer Fußball. Daran müssen wir uns so schnell wie möglich gewöhnen“, meint Ortoleva.

Mit Simon Ikas gibt es nur einen offiziellen Abgang. „Allerdings sind die Buben jetzt in einem Alter, in dem man auch an den Beruf denken muss. Man kann nicht davon ausgehen, dass Jeder bleibt. Von daher war es uns wichtig, den Kader auf breitere Füße zu stellen“, erklärt Trainer Rüdiger Pfeifer. Es könne jederzeit sein, dass ein Spieler dem Beruf oder der Liebe wegen irgendwo anders hin müsse. Für diesen Fall wolle man gut vorbereitet sein.

Und es gibt bereits solche Fälle: Tobias Kohler werde beruflich bedingt einige Monate fehlen. Felix Jung absolviert in Finnland ein Auslandssemester. Patric Kropp fehle noch verletzungsbedingt bis zur Winterpause. Und Steffen Haßler verlässt den SVR, da sich seine Freundin beruflich verändert. Außerdem benötige Daniel Martin nach langer Verletzungspause Zeit, um wieder an seine frühere Form anknüpfen zu können. Bei den Neuzugängen sind viele Rückkehrer dabei.

„Die Saarlandliga ist für uns eine richtige Hausnummer – keine Frage. Wir haben aber junge, steigerungsfähige und anpassungsfähige Spieler. Wir setzen auf eine gute Kondition, viel Spielfreude und unsere bekannt klasse Kameradschaft“, betont Pfeifer. Das große Rohrbacher Erfolgsgeheimnis sei die riesige mannschaftliche Geschlossenheit. „Ich werde am Tag im Dorf fünf bis sechs Mal angesprochen. Alle Rohrbacher freuen sich auf die neue Klasse und wollen von wir wissen, was die Jungs machen. Hier herrscht eine riesige Euphorie. Der gesamte Verein SV Rohrbach ist klasse aufgestellt“, freut sich der Trainer. Einen großen Traum gibt es in Rohrbach: Der Hartplatzes soll ein Kunstrasen werden. Derzeit muss auch die Erste oft auf roter Erde trainieren, da der Rasen noch gesperrt ist – in der Saarlandliga nichts Alltägliches.