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Aktivurlaub in der Fremde

Die Teilnehmer der trinationalen Ferienfreizeit in Spohns Haus lernen auf dem Multifunktionsplatz der Freizeitanlage im Gersheimer Brühl Grundkenntnisse im Inline-Skating mit der Leiterin von Caro's Inline Academy, Caro Becker (weißer Helm). Foto: Wolfgang Degott
Die Teilnehmer der trinationalen Ferienfreizeit in Spohns Haus lernen auf dem Multifunktionsplatz der Freizeitanlage im Gersheimer Brühl Grundkenntnisse im Inline-Skating mit der Leiterin von Caro's Inline Academy, Caro Becker (weißer Helm). Foto: Wolfgang Degott FOTO: Wolfgang Degott
Gersheim. Ungebrochen groß ist der Andrang osteuropäischer Jugendlicher auf einen Urlaub in der Biosphäre. Möglich macht dies das Deutsch-Polnische Jugendwerk, das Gersheimer Haus Spohn und die Blieskasteler Firma Hager. Von SZ-MitarbeiterWolfgang Degott

Mehr als 70 polnische, ukrainische und deutsche Jugendliche erleben gemeinsam mit ihren Betreuern und Pädagogen in der ökologischen Bildungsstätte Spohns Haus in Gersheim die zweite der drei diesjährigen trinationalen Jugendfreizeiten. Wie beliebt dieser besondere "Urlaub" mittlerweile bei den ausländischen Teilnehmern ist, kann man daran ablesen, dass alle drei Phasen bereits früh ausgebucht waren. Lediglich bei den deutschen Gästen können in der dritten Abfolge vom 5. bis 17. August noch Anmeldungen angenommen werden. Bereits zum achten Mal führt Spohns Haus diese Ferienmaßnahme in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) durch. "Das Interesse ist so groß, dass wir mittlerweile noch vier Freizeiten in die Europäische Akademie in Otzenhausen auslagern mussten", so Hans Bollinger, Leiter des ökologischen Schullandheims. Die Maßnahme selbst sei mittlerweile zum größten Austauschprojekt zwischen Polen und Deutschland avanciert.

Firma subventioniert Urlaub

Hausleiter Hans Bollinger spricht von rund 3500 Übernachtungen, die damit verzeichnet werden konnten, und weist damit auf die Größenordnung der Jugendfreizeit hin. Er dankte auch der Blieskasteler Firma Hager, die bei der ersten, jetzt zu Ende gegangenen Freizeit einen erheblichen Betrag mitfinanziert und somit die Kosten für die Gäste aus Osteuropa im erschwinglichen Rahmen halten konnte.

Wie Spohns Haus weiter mitteilt, werde den Teilnehmern eine ganze Menge an Aktivitäten geboten: Tagesausflüge nach Straßburg, Heidelberg und mit dem TGV nach Paris bieten eine Menge Abwechslung für die erlebnishungrigen jungen Leute, die sich auch über eine Draisinenfahrt freuen. Aber auch die Nutzung der Schülerlabore der Firma Hager an der Universität des Saarlandes, sportliche Aktivitäten wie Klettern in Sulzbach, Bogenschießen und Inline-Skating gehören dazu. Auch das Walsheimer Freibad war für einige Male Anlaufpunkt und beliebte Chill-Stätte geworden. Morgens lernen die jungen Menschen zwischen zwölf und 18 Jahren. Grundzüge der deutschen Sprache, während sich ihre neuen deutschen Freunde in die Geschichte und Kultur der ausländischen Nationalitäten vertiefen. Nachmittags geht es auf zu gemeinsamen kleinen und großen Erlebnissen. Besonders gefordert ist die hauseigene Küche. "Bei so viel Aktivitäten sind die Jugendlichen immer hungrig, da müssen wir die Finger rund gehen lassen", sagt Küchenchefin Bianca Müller. "Aber es freut unser Team immer wieder, wenn wir nur leere Teller zurück bekommen." Bianca Müller verarbeitet nahezu ausschließlich Produkte aus der Biosphärenregion Bliesgau.

Die dritte Phase läuft vom 5. August bis 17. August. Für deutsche Interessenten sind noch einige Plätze frei. Der Teilnehmerbetrag beläuft sich auf 329 Euro. Anmeldungen: Tel. (0 68 43) 5 89 99 20.

spohnshaus.de