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Fahrer kann sich rechtzeitig retten
A6: Lkw stand am Kahlenberg in Flammen

Fotostrecke: Lkw auf A6-Rastplatz bei St. Ingbert in Brand FOTO: Von Becker & Bredel
Rohrbach. Am späten Dienstagabend ist es zu einem größeren und länger andauernden Einsatz für die St. Ingberter Feuerwehren gekommen. Auf dem Autobahn-6-Rastplatz Kahlenberg in Fahrtrichtung Saarbrücken standen eine LKW-Zugmaschine und teilweise der Auflieger des Sattelzuges in Flammen. Um 22.48 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle in Saarbrücken die Feuerwehren in St. Ingbert, Hassel und Rohrbach. Bereits bei der Anfahrt der Einsatzkräfte waren der Flammenschein und die Rauchsäule von weitem zu erkennen. Bei der Ankunft bestätigte sich der Brand, der sich auf den Anhänger ausbreitete. Die Zugmaschine war zu diesem Zeitpunkt bereits Opfer der Flammen geworden. Der Fahrer, der im Führerhaus schlief, bemerkte das Feuer insofern rechtzeitig, dass er seine Kabine noch eigenständig verlassen konnte. Weiterhin fuhren andere Fahrer ihre umstehenden LKW aus dem Gefahrenbereich, um ein Übergreifen auf andere Fahrzeuge zu verhindern. Der Fahrer zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu. Der Rettungsdienst behandelte ihn und brachte ihn ins Krankenhaus. red

Am späten Dienstagabend ist es zu einem größeren und länger andauernden Einsatz für die St. Ingberter Feuerwehren gekommen. Auf dem Autobahn-6-Rastplatz Kahlenberg in Fahrtrichtung Saarbrücken standen eine Lkw-Zugmaschine und teilweise der Auflieger des Sattelzuges in Flammen.



Führerhaus und Hänger des LKW standen in hellen Flammen.Foto: Marco Schmeltzer
Führerhaus und Hänger des LKW standen in hellen Flammen.Foto: Marco Schmeltzer FOTO: Marco Schmeltzer

Um 22.48 Uhr rückten die Feuerwehren in St. Ingbert, Hassel und Rohrbach aus. Bereits bei der Anfahrt der Einsatzkräfte waren der Flammenschein und die Rauchsäule von weitem zu erkennen. Bei der Ankunft bestätigte sich der Brand, der sich auf den Anhänger ausbreitete. Die Zugmaschine war zu diesem Zeitpunkt bereits Opfer der Flammen geworden. Der Fahrer, der im Führerhaus schlief, hatte das Feuer noch rechtzeitig bemerkt und seine Kabine eigenständig verlassen. Der Fahrer zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu. Der Rettungsdienst behandelte ihn und brachte ihn ins Krankenhaus.

Der Fahrer des LKW hatte sich zum Glück noch rechtzeitig aus dem Führerhaus retten können.Foto: Marco Schmeltzer
Der Fahrer des LKW hatte sich zum Glück noch rechtzeitig aus dem Führerhaus retten können.Foto: Marco Schmeltzer FOTO: Marco Schmeltzer

Die Besatzung des ersten Fahrzeuges der Feuerwehr Rohrbach begann unmittelbar nach der Ankunft unter Atemschutz mit einem Schaum-Löschangriff, um ein Ausdehnen der Flammen einzudämmen. Die Kräfte aus St. Ingbert und Hassel unterstützten bei den Löscharbeiten und stellten die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz sicher. Zudem musste auf dem Parkplatz die Fläche großräumig ausgeleuchtet werden. Durch den massiven Schaumeinsatz waren die Flammen schnell erstickt. Den hinteren Teil der aus Paletten mit leeren Metall-Kartuschen bestehenden Ladung konnten die Einsatzkräfte vor Brandschäden bewahren. Durch den Einsatz von Schaum und Löschwasser musste eine Löschwasserrückhaltung eingeleitet werden. Dafür kam zusätzlich der Löschbezirk Oberwürzbach zum Einsatz.

Schwierig und zeitaufwendig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, Die insgesamt 34 Paletten in dem Auflieger mussten komplett entladen werden, um an die kleineren Feuer und Glutnester im vorderen Bereich zu gelangen, berichtet die Feuerwehr. Dabei brannten allerdings nicht die Kartuschen selbst, sondern die Umverpackung aus Kunststoff und die Paletten. Damit die Ladung zügig vom Lkw abgeladen werden konnte, kam zusätzlich das Technische Hilfswerk Spiesen-Elversberg mit einem Bagger zum Einsatz.

Mit Löschschaum ging die Feuerwehr gegen den LKW-Brand vor.Foto: Marco Schmeltzer
Mit Löschschaum ging die Feuerwehr gegen den LKW-Brand vor.Foto: Marco Schmeltzer FOTO: Marco Schmeltzer

Der Brand beschädigte auch die Dieseltanks des Lkw. Zum Brandzeitpunkt war das Fahrzeug vollgetankt. Um einen größeren Umweltschaden durch Austritt von Diesel zu verhindern, pumpte der Löschbezirk St. Ingbert Mitte mit einer Pumpe die rund 1000 Liter Diesel ab. Bei diesem Einsatz waren die Feuerwehren der Löschbezirke St. Ingbert Mitte, Hassel, Oberwürzbach und Rohrbach mit 14 Fahrzeugen und insgesamt 71 Einsatzkräften gefordert. Weiterhin waren die Polizei, zwei Rettungswagen des Rettungsdienstes, das THW mit drei Fahrzeugen und sechs Einsatzkräften und ein Vertreter des Landesamtes für Umweltschutz und Arbeitssicherheit vor Ort. Der Einsatz der Feuerwehr endete gegen 2.45 Uhr.

Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 120 000 Euro. Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr Löschschaum ein.⇥Foto: Florian Jung
Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr Löschschaum ein.⇥Foto: Florian Jung FOTO: Florian Jung
Fotostrecke: Lkw auf A6-Rastplatz bei St. Ingbert in Brand FOTO: Von Becker & Bredel