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50 Jahre KSV St. Ingbert
Erfolgreich im ältesten Sport der Welt

In Anwesenheit von (von links) OB Hans Wagner, Bernd Wegner (SRV Präsident), Hans-Wilhelm Ruf (Vereinsgründer und Ehrenpräsident), Roman Skidanov (aktueller Präsident) und Stefan Spang (Pressewart) sind Gerhard Marschall, Norbert Wiese, Karl Heinz Spang und Theo Neff für besondere Verdienste geehrt worden. Außerdem ganz rechts zu sehen, ist der 92-jährige Günther Couturier, ein treuer „alter“ Ringer. .
In Anwesenheit von (von links) OB Hans Wagner, Bernd Wegner (SRV Präsident), Hans-Wilhelm Ruf (Vereinsgründer und Ehrenpräsident), Roman Skidanov (aktueller Präsident) und Stefan Spang (Pressewart) sind Gerhard Marschall, Norbert Wiese, Karl Heinz Spang und Theo Neff für besondere Verdienste geehrt worden. Außerdem ganz rechts zu sehen, ist der 92-jährige Günther Couturier, ein treuer „alter“ Ringer. . FOTO: Stefan Holzhauser
ST. INGBERT. Die Ringer des KSV St. Ingbert feierten jetzt den 50. Jahrestag ihres Vereins. Dabei wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Von Stefan Holzhauser

Beim KSV 68 St. Ingbert wurde am Samstag in der Altenbegegnungsstätte der Stadthalle das 50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. „Besonders gespannt waren wir auf die Laudatio unseres Gründervaters Hans-Wilhelm Ruf“, sagte der langjährige Vorsitzende Stefan Spang nach der „durchweg gelungenen Veranstaltung“. Ruf erinnerte noch einmal an die schwierige Anfangszeit des KSV. Es hätte zu Beginn viele Spötter gegeben, die in Zusammenhang mit dem neu gegründeten Club von einem totgeborenen Kind sprachen. Hintergrund war, dass es bereits in St. Ingbert zuvor zwei gescheiterte Ringervereine gab. Doch die KSV-Ringer hätten alle Kritiker Lügen gestraft. Und so kam man nun zum 50. Geburtstag zusammen.


Auch Oberbürgermeister Hans Wagner gehörte zu den Festrednern. Er hob noch einmal die Wichtigkeit der Sportart Ringen in einer Stadt wie St. Ingbert hervor. Ringen gilt als älteste Sportart der Welt. Es wurde bereits gerungen, als noch niemand an Fußball dachte. Wer sich beim Ringen im Training auspowert, geht voll motiviert in den Tag hinein. Außerdem sind Ringer auch für ihre deeskalierende Art bekannt. Auf der Matte wird intensiv, aber fair, gerungen. Auf der Straße werden die erlernten Techniken aber nur zur Selbstverteidigung angewandt oder um anderen in Not geratenen Menschen zu helfen.

Über den Abend verteilt gab es noch einige weitere Festredner. Immer wieder war aus ihren Worten herauszuhören, wie tief die St. Ingberter Ringer im Stadtleben verwurzelt sind. Man betreibt seit vielen, vielen Jahren eine hervorragende Nachwuchsarbeit. Es gibt immer wieder im Mannschafts- und Einzelsport herausragende Ergebnisse. Und die KSV-Verantwortlichen sind in den all den Jahren ihrem Motto treu geblieben: „Es ist egal, aus welchem Land du stammst und was du beruflich machst. Du bist hier willkommen, wenn du dich in unsere große Gemeinschaft aktiv mit einbringst.“



„Über die Schiene Geld, irgendwelche Stars der Szene einzukaufen, wäre für uns der komplett falsche Weg. Lieber bestreiten wir den Weg, die jungen Ringer Stück für Stück aufzubauen und sie später dann im Aktivenbereich zu integrieren. Bei uns herrscht eine klasse Kameradschaft – wir sind wie eine große Familie“, betonte der aktuelle Pressewart Spang. Nicht nur er zeigte sich am Samstag sichtlich davon gerührt, solch gestandene Altringer wie beispielsweise den bereits 92 Jahre alten Günther Coururier zu diesem besonderen Fest begrüßen zu dürfen. Ein kleiner Wermutstropfen war lediglich, dass mit Gerhard Sternjakob ein Ringer der ersten Stunde krankheitsbedingt fehlte.

Doch so wichtig der Blick zurück auch ist, müssen die Verantwortlichen auch an der Zukunft basteln. Nach der Schließung der Turnhalle in der Ludwigschule trainieren die KSV-Ringer nun dienstags und freitags in der Sporthalle der Südschule. Von 18 bis 19.30 Uhr kommen dann jeweils zunächst die sechs- bis 14-jährigen Schüler zu ihrem Recht, ehe anschließend bis 22 Uhr die Aktiven trainieren. Die Rundenkämpfe der Saison 2018 finden in der Eisenberghalle in St. Ingbert-Hassel statt. Außerdem besteht nun auch für die Ringer die Möglichkeit, bei Bedarf auf die Turnhalle der Mühlwaldschule zurückzugreifen.