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Blasmusikfest
Zum Pederschdaa gab’s Spießbraten und Kaiserwetter

Der gastgebende Musikverein Bliesmengen-Bolchen sorgte am Sonntagvormittag für die musikalische Umrahmung des Festes.
Der gastgebende Musikverein Bliesmengen-Bolchen sorgte am Sonntagvormittag für die musikalische Umrahmung des Festes. FOTO: Jörg Martin
Bliesmengen-Bolchen. Beim Sommerfest des Musikvereins Bliesmengen-Bolchen genossen die Gäste einen Sommertag mit musikalischer Begleitung.

Sonntag gegen 13.30 Uhr. Auf dem Platz vor der Bliestalhalle in der Ritterstraße ist gut was los. Petrus steuert gut 26 Grad bei. Der Himmel ist strahlend blau und wolkenlos. Sommerwetter. Unter den schattenspendenden Bäumen sitzen viele Menge-Bolchener. Jeder ist froh, nicht in der prallen Sonne sitzen zu müssen. Menschen sitzen auf Bänken, genießen ein kühles Getränk und unterhalten sich dabei. Kinder spielen auf der Wiese. Es ist wieder Pederschdaa. So wird das Sommerfest des Musikvereins Bliesmengen-Bolchen seit vielen Jahren liebevoll genannt. Das Orchester spielt gerade „My way“ und sitzt dabei in der prallen Sonne unter einem leichten Zelt in Richtung Kindertagesstätte. Nicht gerade der typische Titel, den man am frühen Nachmittag auf einem Sommerfest erwartet. Doch er kommt sehr gut an. Wie die meisten anderen bei diesem Frühschoppenkonzert auch. Kurz zuvor hat Dirigent Hans-Peter Welsch den Klassiker „Cabaret“ spielen lassen. Es braucht kein großes, umfangreiches Programm, damit die Festbesucher es sich gutgehen lassen, sich erholen und einmal Fünfe gerade sein lassen können. Auch große Werbung ist nicht zwingend erforderlich, denn jeder kennt den Termin. „Pederschdaa geht auf das Patronatsfest Peter und Paul der Kirche zurück“, erklärt Klaus Schild im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Immer am Sonntag nach Peter und Paul wird gefeiert, so der Vorsitzende des Musikvereins Bliesmengen-Bolchen. Das habe sich im Laufe der Jahre so ergeben. Das wisse jeder. „Früher wurde das Fest auf dem großen Festplatz mit einem Zelt hinter der Bliestalhalle gefeiert und ging über drei Tage. Das ist heute alleine personell gar nicht mehr zu machen“, blickt Schild zurück. Die Helfer für den Auf- und Abbau sowie für die Standdienste kommen alle aus dem aktiven Orchester des Musikvereins, so Schild. Meist bewegt sich die Anzahl auf etwa 15 bis 20.


Froh war der Vereins-Chef vor allem über das Wetter. Das war nicht immer so. „Wir haben hier schon sonntagsmorgens gestanden und es war alles nass“, erinnert sich Klaus Schild. Um die Mittagszeit konnten sich die Festgäste bei den Landfrauen stärken. Die haben sich vor einigen Monaten wieder gegründet, nachdem es diese Vereinigung gut 20 Jahre im Ort nicht mehr gab, freute sich Klaus Schild. Die jungen Frauen hatten Spießbraten und vegetarische Burger, beides mit drei verschiedenen Sorten Salat dazu, angeboten. Der Nachmittag gehörte musikalisch den Freunden vom Blasmusikorchester Kleinblittersdorf (Leitung: Sergiy Malkov), welches ebenfalls traditionell am Pederschdaa auftritt. Abends gab es im Foyer der Bliestalfesthalle Gelegenheit, das Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen zu können. „Man geht da automatisch hin und trifft sich. Das ist schon eine Tradition. Ich bin nur froh, dass das Wetter besser ist, als sonst“, meinte eine Rentnerin gegenüber der SZ.